Bankkartenskimming in Sankt Wendel und Dillingen

Saarbrücken. Wie der Polizei erst jetzt bekannt wurde, sind die Filialen der Kreissparkasse in St. Wendel-Bliesen, der Bank 1 Saar in St. Wendel und der Volksbank in Dillingen-Pachten am Wochenende vom 31.05. bis  02.06.2014  sowie am darauffolgenden Pfingstwochenende zu Zielen sogenannter Skimmingangriffe geworden.

In allen Fällen manipulierten die Täter das Kartenlesegerät, das im Eingangsbereich der jeweiligen Bankfiliale zum Öffnen der Eingangstür dient, indem sie ein zweites Gerät zum Auslesen der Magnetkarte aufsteckten. An der Decke direkt oberhalb des Geldautomaten im Foyer der Bank installierten sie außerdem einen mit Kamera und Aufzeichnungsgerät präparierten Rauchmelder, um die Eingabe der Geheimzahl zu filmen.

Seit Anfang vergangener Woche (07.07.2014) stellten Kunden der betroffenen  Banken unberechtigte Abbuchungen von ihren Konten fest, die im Ausland an einem Geldautomaten verfügt worden waren. Die Polizei nahm daraufhin die Ermittlungen auf.

Eine Auswertung der Überwachungskamera einer der betroffenen Banken ergab, dass ein Täter den Eingangsbereich beobachtete, während ein zweiter Täter den Rauchmelder an der Decke installierte. Hierzu musste er auf den Geldautomaten steigen.

Die Ermittler des Dezernats für qualifizierte Vermögensdelikte gehen davon aus, dass die Kartenlesegeräte und die präparierten Rauchmelder jeweils nach Mitternacht installiert und entfernt wurden.

Die Polizei rät allen Bankkunden, Auffälligkeiten im Zusammenhang mit der beschriebenen Vorgehensweise (Aufsatzgeräte beim Türöffner, dem Geldautomaten selbst, Rauchmelder über dem Geldautomaten, verdächtige Beobachtungen) unverzüglich der Polizei zu melden.

Zur eigenen Sicherheit sollte außerdem bei der Eingabe der Geheimnummer das Tastenfeld des Geldautomaten vollständig abgedeckt werden.

Zeugen, die an den Wochenenden vom 31.05. bis zum 02.06.2014 bzw. vom 07.07. bis um 09.07.2014 im Bereich der o.g. Banken verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich an den Kriminaldauerdienst zu wenden. Tel.: 0681 / 962-2133

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