Chinesischer Satellit YAOGAN 5 drohte über dem Saarland nieder zugehen

Über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Gemeinsames Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern (GMLZ) wurde am 02.09.2014 um 21:07 Uhr die Information gesteuert, dass der chinesische Satellit YAOGAN 5 in der Nacht vom  02.09. auf den 03.09.2014 unkontrolliert wieder in die Erdatmosphäre eintritt. Die aktuelle Prognose deutete auf ein Wiedereintrittsfenster vom 20:50 Uhr bis 00:50  hin. Um 00:24 Uhr des 3. September überflog der Satellit noch einmal DEUTSCHLAND.

Ein Wiedereintritt über DEUTSCHLAND sowie das Auftreffen von Trümmerteilen auf der Erdoberfläche war demnach grundsätzlich möglich.

Die errechnete Flugbahn verlief  von Süd nach Nord über das Saarland von Saarbrücken nach St.Wendel mit einer  Ungenauigkeit von 35 km in West/Ost-Richtung.

Ein Niedergang von Trümmerteilen im Saarland war aufgrund der sehr hohen Geschwindigkeit des Satelliten nicht genau prognostizierbar, allerdings auch nicht gänzlich auszuschließen.

Die saarländischen Polizeidienststellen wurden für den Fall von eintretenden Schäden über dieses Ereignis informiert. Die Rettungsleitstelle und Berufsfeuerwehr Saarbrücken wurden über das Ereignis ebenfalls in Kenntnis gesetzt.

Das Vorgehen der durch die Flugbahn des Satelliten betroffenen Bundesländer Saarland, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wurde auf der politischen Ebene abgestimmt.

Nach Mitteilung des GMLZ stürzte der Satellit gegen 00.30 Uhr außerhalb Deutschlands ab.

 

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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