Großübung im Kraftwerk Ensdorf – Gefahrstoffzug übt Ammoniakunfall

Bei einer Großübung des ABC-Zuges Saarlouis im Ensdorfer Kraftwerk stellten die Einsatzkräfte, am vergangenen Donnerstag, eindrucksvoll ihr Können unter Beweis. Angenommen wurde ein Ammoniakaustritt an der Entladestation. Drei verletzte Personen befänden sich im unmittelbaren Gefahrenbereich, so ein Arbeiter der sich im letzten Moment vor den giftigen Dämpfen retten und den Notruf absetzten konnte. Umgehend löste die Leitwarte des Energieproduzenten NH3-Alarm aus.

Neben betriebsinternen Fachkräften wie dem Bereitschaftsingenieur, dem Brandschutzbeauftragten und dem Kraftwerksleiter werden zeitgleich die Einsatzkräfte der Feuerwehr Ensdorf und des Rettungsdienstes zur Unglücksstelle alarmiert. Die bereits nach kurzer Zeit eingetroffen Einsatzkräfte führten zuerst, unter Berücksichtigung der Windrichtung, die Menschenrettung unter schwerem Atemschutz durch. Unterdessen wurde die Nachalarmierung weiterer Spezialkräfte aus Bous, Saarlouis, Dillingen und Hüttersdorf veranlasst. Die Einheiten des Gefahrstoffzuges richteten zunächst  einen Dekontaminationsplatz ein, um verunreinigte Einsatzkräfte zu reinigen. Anschließend drangen mehrere Trupps in Chemieschutzanzügen an die Havariestelle vor. Nach ausgiebigen Messungen konnte auch die Leckage am defekten Kesselwagen schnell entdeckt und abgedichtet werden. Unter Anleitung von Fachleuten des Kraftwerks wurden die rund 43 Tonnen des freigesetzten Ammoniaks neutralisiert und entsorgt.

Über 100 Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK beteiligten sich an der Großübung. Bei einer abschließenden Nachbesprechung äußerten sich die Kraftwerksbetreiber zufrieden über den Ablauf der zweistündigen Übung.

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