Dachdecker retten achtköpfige Familie aus Qualmhölle in Hostenbach

Uwe Tempel & Patrik Roth

Hostenbach. Glück im Unglück hatte am heutigen Mittwochmittag, 15. Oktober eine achtköpfige Großfamilie in Hostenbach. Die Familie war gerade beim Mittagessen im Dachgeschoss als sie plötzlich beißenden Brandgeruch bemerkten. Unmittelbar schossen Unmengen an giftigem Brandrauch in das mehrstöckige Wohn- und Geschäftshaus und machte das Treppenhaus unpassierbar. In letzter Sekunde rettete sich die Gruppe ins 1. Obergeschoss und machte an den Fenstern auf sich aufmerksam. Die Dachdecker Uwe Tempel und Patrik Roth passierten zufällig die Unglücksstelle auf dem Weg in den Feierabend. Geistesgegenwärtig stoppten sie ihren Lieferwagen und entnahmen die große Leiter. Zusammen mit Familienvater Ghassan Lameh retteten die Männer fünf Kinder und drei Erwachsene aus der Qualmhölle. Eine bereits weit sichtbare, schwarze Rauchwolke wies den Rettungskräften den Weg zur Einsatzstelle.
Die anrückende Feuerwehr leitete sofort die Brandbekämpfung ein. In einer angebauten Garage war, vermutlich durch Funkenflug, ein alter VW Bus in Flammen aufgegangen. Kurze Zeit später brannte die komplette Werkstatt lichterloh. Unter schwerem Atemschutz bekämpften die Wehrmänner die Flammen und hatten diese zügig unter Kontrolle. Durch versteckte Glutnester gestalteten sich die Nachlöscharbeiten aufwändig. Mühevoll musste die komplette Einrichtung ausgeräumt, Zwischendecken entfernt und verwinkelte Nischen mit Löschschaum geflutet werden, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.
Wie die Einsatzleitung der Feuerwehr Wadgassen mitteilte, wurden lediglich zwei Kinder leicht verletzt und rettungsdienstlich versorgt. Mit dem Verdacht einer leichten Rauchvergiftung wurden beide in umliegende Krankenhäuser verbracht.
Während der Löscharbeiten kam es auf der, derzeit als Umleitung für die A620 genutzten, Provinzialstraße zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Mit über 50 Einsatzkräften aus Wadgassen, Hostenbach und Schaffhausen sowie der Drehleiter aus Bous waren die Helfer im Einsatz.

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