Polizei zieht Bilanz der Schulwegsicherung

Saarbrücken. Drei Wochen lang führten Polizeibeamte im Saarland zu Beginn des Schuljahres 2014/2015 Kontrollen im Umfeld von Grundschulen durch. Um den Schulweg der neuen Abc-Schützen so sicher wie möglich zu machen wurden vor allem Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Aber auch der technische Zustand und die Besetzung von Schulbussen sowie die Sicherung der Kinder im Fahrzeug wurden gezielt überprüft. Die Verkehrssicherheitsberater des Landespolizeipräsidiums waren zudem an allen Grundschulen des Saarlandes unterwegs, um die Schulanfänger auf die Gefahren des Schulweges zu sensibilisieren.

Bei Geschwindigkeitskontrollen im Bereich zahlreicher Schulen im gesamten Saarland wurden insgesamt 5.871 Fahrzeuge kontrolliert. 737 Fahrzeugführer waren zu schnell, 704 davon müssen mit einem Verwarnungsgeld bis 35 Euro rechnen. 33 Fahrzeugführer waren so schnell, dass gegen sie ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde; drei davon werden ihren Führerschein für einen Monat abgeben müssen, weil sie die Geschwindigkeit von erlaubten 30 km/h um mehr als das Doppelte überschritten.

Für die Beamten des Landespolizeipräsidiums erstaunlich ist jedes Jahr erneut die Zahl der Kinder, die im Fahrzeug der Eltern nicht oder nicht richtig gesichert sind. In 205 von 8.107 kontrollierten Fahrzeugen waren Kinder nicht ordnungsgemäß angeschnallt (2,53 %). Besonders bemerkenswert ist dabei, dass in über 50 Prozent der Fahrzeuge geeignete Kindersitze für den Nachwuchs vorhanden waren, aber nicht genutzt wurden. Dies ist umso erstaunlicher, weil die überwiegende Zahl aller im Straßenverkehr getöteten Kinder Insassen eines Fahrzeuges waren. 300 Eltern waren selbst nicht angeschnallt und gingen so mit schlechtem Beispiel voran.

Erfreulich ist in diesem Jahr dagegen die Bilanz bei den Schulbuskontrollen. Bei insgesamt 58 Schulbussen, 49 Kleinbussen und 9 Taxen wurden keine gravierenden Sicherheitsmängel festgestellt. Sonstige festgestellte Mängel betrafen meist die technische Ausstattung wie z.B. abgelaufener Verbandskasten und Kennzeichnungspflichten der Busse.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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