Irrer Nachbarschaftsstreit endet in zwei Gefahrguteinsätzen bei Neunkirchen

Wellesweiler. Bereits in den frühen Abendstunden des 11.11.2014 wurde die Polizei in eine Wohnsiedlung in Neunkirchen-Wellesweiler gerufen. Der Anrufer beschwerte sich über ruhestörende Musik aus der Nachbarwohnung. Beim Eintreffen der Polizei konnte jedoch keine Musik wahrgenommen werden. Auf Läuten der Polizei an der Wohnung des vermeintlichen Verursachers folgte keinerlei Reaktion.

Gegen 22:50 Uhr teilte der Beschwerdeführer mit, dass der „Ruhestörer“ ihm nun eine übelriechende Flüssigkeit an die Wohnungstür geschüttet habe. Dies bestätigte sich beim Eintreffen der Polizei. Als die Beamten den Hauseingang betraten, kam ihnen ein beißender Geruch entgegen. Dieser ging von einer gelblich-braunen Flüssigkeit aus, die im Hausflur verschüttet war. Da nicht verifiziert werden konnte, ob es sich um eine gesundheitsgefährdende Substanz handelt, wurde die Feuerwehr Neunkirchen hinzugezogen. Nach der Feststellung des Gefahrstoffbeauftragten, dass es sich nicht um eine gefährliche Substanz handelt, wurde der Hausflur durch die Feuerwehrkräfte gereinigt und gelüftet.

Nach dem die Polizei die Örtlichkeit verlassen hatte, kam es gegen 02:00 Uhr zu einem erneuten Anruf, wegen ruhestörenden Lärm aus der besagten Wohnung. Als die Polizei eintraf, konnten sie vor dem Anwesen auf den Verursacher treffen. Dieser stritt sowohl ab zu laut gewesen zu sein, als auch eine Flüssigkeit in den Hausflur gekippt zu haben. Die Einsatzkräfte drohten ihm jedoch an, bei einem erneuten Auffallen, die Nacht im Polizeigewahrsam zu verbringen. Gegen 07:00 Uhr am heutigen Morgen, meldete sich der Beschwerdeführer erneut bei der Polizei. Er erklärte, dass der „Ruhestörer“ nun die Tür zu seiner Wohnung eingetreten habe. Vor Ort stellte die Polizei fest, dass aus der Wohnung laute Musik und Getrampel zu hören war. Da die Person wiederum nicht öffnete, wurde ein Schlüsseldienst zur Öffnung der Wohnung angefordert.

Beim Öffnen der Tür konnten die Beamten noch wahrnehmen, wie der Mann mit einem Sprung aus dem Badezimmerfenster zu flüchten versuchte. Die Flucht aus dem ca. 6 Meter hohen Fenster endete jedoch im Garten des Anwesens und einem anschließenden Krankenhausaufenthalt. In der Wohnung des Mannes konnte mehrere Einmachgläser mit der stinkenden Flüssigkeit festgestellt werden. Weiterhin erhärtete sich der Verdacht, dass der Mann sowohl Alkohol als auch Drogen konsumierte.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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