Zwei Tatverdächtige nach Serie von Sprengstoffanschlägen auf Geldautomaten in Haft

Saarbrücken. Nach einer Serie von Sprengstoffanschlägen auf Geldautomaten im Saarland führte eine internationale Fahndung nun zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen in Frankreich und Italien. Die beiden 35 und 39 Jahre alten Männer rumänischer Herkunft sollen an die Bundesrepublik ausgeliefert werden.

Die Verhafteten stehen im Verdacht, zwischen April und Oktober dieses Jahres Sprengstoffanschläge auf die Geldautomaten der Sparkassen in Gerlfangen, Lauterbach und Perl sowie der Bank 1 Saar in Gersweiler verübt zu haben. Inklusive des erbeuteten Bargeldbetrags in sechsstelliger Höhe verursachten sie einen Gesamtschaden von mindestens zwei Millionen Euro.

Nach ihrer letzten Tat in Saarbrücken Gersweiler, bei der sie nicht an die Geldkassetten des gesprengten Automaten gelangt waren, flüchteten die beiden Männer mit einem gestohlenen Audi A 6 über die französische Grenze. In diesem später zurückgelassenen Fahrzeug fand die Polizei eine DNA-Spur, anhand derer einer der Verdächtigen identifiziert werden konnte. Weitere Ermittlungen in Kooperation mit anderen europäischen Sicherheitsbehörden führten die Beamten des Dezernats für Eigentumskriminalität schließlich auch zur Identität des zweiten Tatverdächtigen.

Nachdem das Amtsgericht Saarbücken Mitte November zwei Haftbefehle erlassen hatte, konnte der 35-jährige Verdächtige bereits am vergangenen Mittwoch (19.11.2014) im französischen Modane nahe der italienischen Grenze festgenommen werden.
Sein 39-jähriger Komplize ging der italienischen Polizei am Montagmorgen (24.11.2014) am Flughafen Turin ins Netz.

Beide Männer befinden sich derzeit in Haft und sollen alsbald an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert werden.

Abgesehen von den Taten im Saarland könnten sie auch für Sprengstoffanschläge auf Geldautomaten in Belgien, Österreich und Italien verantwortlich sein.

Die Ermittlungen dauern an.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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