Drogendealer nach neun Jahren Flucht in Polen verhaftet

Saarbrücken. Mit einer Festnahme in Polen endete im August 2014 die mehr als neunjährige Flucht eines verurteilten Drogendealers aus Iserlohn in Nordrhein-Westfalen. Der 34-Jährige, der während eines genehmigten Ausgangs aus der Haft geflohen war, hat sich in einem erst jetzt abgeschlossenen polnischen Gerichtsverfahren zur Verbüßung seiner Reststrafe in Stettin entschieden.

Nach Haftende soll er an die Bundesrepublik überstellt werden, wo er sich in einem weiteren Verfahren der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen Drogenhandels verantworten muss.

Bereits im Jahr 2004 hatte das Landgericht in Trier den deutsch-polnischen Staatsangehörigen wegen Einfuhrschmuggels von Marihuana zu einer fünfjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Diese verbüßte er in der Justizvollzugsanstalt Bochum, bis ihm im Januar 2005 während eines genehmigten Ausgangs die Flucht gelang.

Anschließend setzte er sich nach Thailand ab und tauchte dort unter.

Im Jahr 2010 beauftragte die Staatsanwaltschaft Saarbrücken, die in einem anderen Fall wegen Drogenhandels im großen Stil gegen den 34-Jährigen ermittelte, das saarländische Dezernat für Zielfahndung mit der Suche nach dem Verdächtigen.

Nach langwierigen Ermittlungen konnten die Fahnder den Gesuchten im Jahr 2013 in Bangkok lokalisieren, von wo aus er im August 2014 über Moskau nach Polen reiste. Dort nahmen ihn polnische Polizeibeamte aufgrund eines Europäischen Haftbefehls schlussendlich fest.

In dem anschließenden polnischen Gerichtsverfahren entschied sich der 34-Jährige dazu, seine Restfreiheitsstrafe von ungefähr vier Jahren in Polen zu verbüßen. Er befindet sich nun in einem Gefängnis in Stettin.

Nach dem Ende seiner Haftstrafe soll er zur Durchführung des Verfahrens der Staatsanwaltschaft Saarbrücken an die Bundesrepublik überstellt werden.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

Kommentare

Kommentare

Tags: ,,,