Landesbetrieb für Straßenbau prüft Sicherheitswirkung von Rüttelstreifen auf der BAB 1

BAB1. Bundesweit ereignen sich jährlich 50.000 registrierte Unfälle mit Personenschäden durch seitliches Abkommen von der Fahrbahn. Insbesondere Ermüdung und damit einhergehend nachlassende Aufmerksamkeit ist häufig Ursache für solche Unfälle. Die Bundesstraßenbauverwaltung hat sich dieses Problems angenommen und will ihm durch aktive Sicherheitsmaßnahmen auf den Straßen begegnen.

Seit einiger Zeit verwendet der LfS bereits profilierte Randmarkierungen auf Autobahnen. Sie entwickeln beim Überfahren Geräusche und haben sich bei der Unfallvermeidung für Pkw bewährt. Für Lkw bieten diese Markierungen allerdings nicht ausreichend Schutz vor unbeabsichtigtem Abkommen von der Fahrbahn, weil ihre Geräusche beim Überfahren von den Fahrgeräuschen überlagert werden. Vor diesem Hintergrund hat der Landesbetrieb für Straßenbau im Auftrag des Bundes auf der A 1 zwischen Braunshausen und Mettnicher Talbrücke erstmalig Standspuren mit Rüttelstreifen versehen. Dabei handelt es sich um jeweils bis zu 1,3 cm tiefe, 40 cm breite und 15 cm lange Ausfräsungen, die mit 15 cm Abstand zueinander in Fahrtrichtung angeordnet sind. Sie wurden in beiden Fahrtrichtungen auf einer Länge von 2,9 und 3,8 Kilometern angelegt. Beim Überfahren erzeugen sie nicht nur ein auch für Lkw-Fahrer hörbares Geräusch, sondern zudem deutlich spürbare Vibrationen, die die Aufmerksamkeit der Fahrer wiederherstellen sollen. Die Lage in der Mitte der Standstreifen wurde bewusst gewählt. Damit wird sichergestellt, dass Rüttelstreifen den fließenden Verkehr nicht stören, wenn der Standstreifen bei Baustellensicherungen oder Unfallereignissen als Fahrbahn genutzt werden muss. Als Teststrecke bietet sich die A 1 an, weil hier ausreichender Abstand zur Wohnbebauung besteht und Lärmbelästigung von Anwohnern z. B. durch absichtliches Überfahren nicht befürchtet werden muss.

Für die Dauer von drei Jahren wird der LfS die Wirksamkeit der Maßnahme überprüfen, indem Unfallursachen analysiert und künftige Unfallzahlen mit dem Geschehen in den Vorjahren verglichen werden. Danach wird der LfS über den Einsatz auf weiteren geeigneten Strecken entscheiden.

[symple_accordion title=”Hinweis”] [symple_accordion_section] Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung des Landbetrieb für Straßenbau. [/symple_accordion_section]

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