Polizei warnt vor gefälschten Mahnbriefen

St. Wendel. Sie fordern 185 Euro. Zahlt man nicht, drohen sie mit Konsequenzen; erst mit dem Besuch eines Außendienstmitarbeiters, dann mit einem „gerichtlichen Mahnverfahren“. Der Schein-Absender: „Global Network Inkasso“, Leipzigst. 17 in 17953 Hamburg. Bei genauerem Hinsehen lässt sich der Brief schnell als Fälschung entlarven: Das Schreiben, offenbar mithilfe eines Computerprogramms automatisch übersetzt – ist extrem Fehlerhaft. Der Zahlungsgrund fehlt und auch der Auftraggeber ist nicht genannt. Trotzdem schürt es Ängste und sorgt bei einigen seiner Empfänger für Unsicherheit. Drei dieser Sachverhalte wurden bereits der St. Wendeler Polizei angezeigt, welche ausdrücklich vor dieser Art von Abzocke warnt. Solche Betrugsmaschen sind dort hinlänglich bekannt – und tauchen immer wieder auf.

Dass es weitere Fälle gibt, die nicht angezeigt wurden, ist wahrscheinlich. Denn das Schreiben der „Global Network Inkasso“ kursiert momentan an den verschiedensten Orten in Deutschland. Das Wichtigste, so ein Sprecher der Polizei, sei bei Erhalt eines solchen Schreibens nicht sofort zu zahlen: „Dann ist das Geld weg.“ In diesem konkreten Fall – so die Vermutung der Polizei, würde das Geld auf einem rumänischen Konto verschwinden. Darauf weise das „RO“ in der IBAN-Nummer hin. Die findet sich auf dem bereits ausgefüllten Überweisungsträger, der dem Schreiben beigefügt ist.

Wer ein solches Schreiben bekommen hat oder bekommt und sich unsicher ist, sollte sich bei der Polizei informieren. Tel. 06851/8980.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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