Wohnhausvollbrand hält Neunkircher Feuerwehr in Atem

Update 05.01.2015:

Vermutlich Brandstiftung in Münchwies

Saarbrücken. Im Fall des in der Nacht vom 29. auf den 30. Dezember 2014 abgebrannten Wohnhauses in Neunkirchen-Münchwies geht die Polizei mittlerweile von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Nachbarn hatten am 29.12.2014 gegen 23:30 Uhr den Brand in dem leerstehenden Gebäude in der Friedhofstraße bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden des Folgetages.

Da im Anschluss insbesondere das Dach des Gebäudes einsturzgefährdet war, konnten die Brandermittler des Landespolizeipräsidiums die Brandörtlichkeit zunächst nicht betreten.

Die daher erst heute (05.01.2014) abgeschlossenen kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Brandursache deuten auf eine vorsätzliche Brandlegung hin (detaillierte Angaben sind aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nicht möglich). Außerdem ergaben sich Hinweise, dass der oder die mutmaßlichen Täter über das Gelände hinter dem Brandanwesen querfeldein zu einem nahegelegenen Feldweg geflüchtet sind.

Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen, die vor oder nach dem Brand im näheren Umfeld des „Spitzbubenweges” in Neunkirchen-Münchwies verdächtige Personen oder Fahrzeuge bzw. sonstige Auffälligkeiten beobachtet haben.

Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst entgegen. Tel.: 0681 / 9622133

 

 

 

Münchwies. Gegen Mitternacht am 29.12. 2014 wurde die Feuerwehr Neunkirchen Münchwies zu einem Wohnhausbrand in die Friedhofstraße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ein deutlicher Feuerschein im Bereich des leerstehenden Wohnhauses wahrzunehmen. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte gab es einen Knall, wobei die Balkontür des Gebäudes rausgerissen wurde.

Anschließend befand sich das Haus im Vollbrand. Dadurch, dass sich das Gebäude zur Zeit im Umbau befindet, waren die Löscharbeiten nur mühsam über die Rückseite des Gebäudes durchführbar. Der anfänglich eingeleitete Innenangriff musste aufgrund der Brandausbreitung und der damit verbundenen Einsturzgefahr von Deckenteilen der Flachdachkonstruktion abgebrochen werden. Die Löscharbeiten konnten nur noch von außen mittels mehreren sogenannten C-Strahlrohren und mit Unterstützung durch das Wenderohr der Drehleiter durchgeführt werden.

Aufgrund der Deckenkonstruktion, mehrere Schichten übereinander, kam es ständig zu neuen Brandherden, das Feuer lief buchstäblich davon. Dadurch blieb keine andere Möglichkeit, als das Dach kontrolliert abbrennen zu lassen und anschließend zum Einsturz zu bringen.

Mit Unterstützung des THW-Orstverbandes Spiesen-Elversberg, wurde mit dem Radlader die Dachkonstruktion eingerissen und der Brand konnte weiter abgelöscht werden. Dabei kam es immer wieder zum Aufflammen von einzelnen Bereichen.

Durch das in Illingen-Wustweiler stationierte Messfahrzeug, wurden sicherheitshalber in der Umgebung Messungen durchgeführt. Wie der Neunkircher Wehrführer Franz Josef Kuhn in einem Bericht des Saarländischen Rundfunkes mitteilt, wurden aber keine Schadstoffkonzentrationen festgestellt und es habe keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden.
Der Einsatz, welcher der größte seit 14 Jahren für die Feuerwehr Münchwies war, zog sich noch bis gegen 14 Uhr am 30.12.2014 hin und dauerte somit etwa 14 Stunden.

 

(Text: H.C. Klein – KFV-Neukirchen e.V. (www.kfv-neunkirchen.de) )

(Update: LPP-Saarland)

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