Aggressive Bettler ärgern Kaufhauskunden

Dillingen/Rehlingen-Siersburg. Am Freitag und Samstag wurden bei der Polizeiinspektion Dillingen mehrere Vorfälle beanzeigt, wonach junge Frauen, teilweise sogar ein Trio mit einem Mann, in verschiedenen Ortschaften, so insbesondere an Kaufhäusern in Dillingen, aggressiv für angeblich Taubstumme Spenden erbeten wollten. Teilweise seien die möglichen Spender bis an ihr Auto verfolgt und unter Vorhalt einer Unterschriftenliste zur Unterschrift und zur Spende aufgefordert worden. Die unverschämte Vorgehensweise verärgerte die Kunden der Kaufhäuser. Es handelt sich dabei offensichtlich wieder um einen rumänischen Personenkreis, der sich so ein Einkommen verschaffen will, denn nachweislich sind die Spenden nicht für Taubstumme oder für Heime für Behinderte. Teilweise geben die Bettlerinnen vor, selbst taubstumm zu sein, was jedoch widerlegt ist, denn abseits der Bettelei unterhalten sie sich untereinander. Eine Zeugin, die die rumänische Sprache versteht, gab an, dass die Bettlerinnen sich in dieser Sprache unterhalten hätten.

Offenbar reagieren die Bettler nunmehr auf das Verhalten der Polizei, die sie in den letzten Monaten vermehrt kontrolliert und beanzeigt hatte. Ihr Aufenthalt an einem Ort ist in der Regel nur von kurzer Dauer, um dann schlagartig an einem anderen Kaufhaus ihre Betrugsmasche fortzusetzen. Leider waren am Wochenende die Bettler schon verschwunden, wenn die Polizei kam. Die Polizei bittet nach wie vor, die nächstgelegene Polizeidienststelle über die Bettler zu informieren. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Betrüger das Telefonat nicht bemerken, denn jedes Mal sind sie nach der Feststellung des Telefonierens sofort weggefahren; sie sie wussten um den bevorstehenden Einsatz der Polizei. Wichtig wäre auch zu wissen, mit welchen Fahrzeugen die Betrügerinnen anreisen.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

 

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