Polizei ermittelt Täter nach Brandanschlag auf Jugendzentrum Folsterhöhe

Saarbrücken. Nachdem es am Karfreitag (03.04.2015), gegen 21.35 Uhr, zu einem Brandanschlag auf das Jugendzentrum Folsterhöhe kam, konnten Beamte des Dezernats für Brandermittlungen am vergangenen Dienstag, 07.04.2015, einen 22 Jahre alten Mann aus Saarbrücken als Täter ermitteln.

Am Karfreitag (03.04.2015) teilten Zeugen der PI Alt- Saarbrücken mit, dass offensichtlich jemand am Jugendzentrum (JUZ) Folsterhöhe mit Steinen zwei Glasscheiben eingeworfen hatte. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass durch die beschädigten Glasscheiben ein unbekannter Täter drei brennende Molotow-Cocktails in das Gebäudeinnere geworfen hatte. Zwei dieser Molotow-Cocktails erloschen direkt von selbst, der dritte verursachte einen leichten Brandschaden am Fußbodenbelag, bevor auch dieser selbständig erlosch.

Eine umfangreiche Spurensuche vor Ort erbrachte eine Vielzahl von Spuren, insbesondere konnte ein markanter Schuhsohlenabdruck gesichert werden.

Ermittlungen im Umfeld des JUZ erbrachten am vergangenen Dienstag (07.04.2015) Hinweise auf einen jungen Mann, der ständig am JUZ randaliert, Sachbeschädigungen begeht und sich trotz Hausverbot oftmals Zutritt zum JUZ verschafft. Es handelt sich dabei um einen in der Nähe wohnenden 22-Jährigen.

Dieser konnte im Rahmen der Ermittlungen in unmittelbarer Nähe des JUZ angetroffen werden. Die Überprüfung seiner getragenen Schuhe ergab eine absolute Übereinstimmung mit der gesicherten Schuhsohlenspur. Bei der Konfrontation mit der Tat ergriff der Beschuldigte sofort die Flucht in Richtung Deutsch-Französischer-Garten. Eine Fahndung nach ihm blieb zunächst erfolglos.

Die zwischenzeitlich vom Bereitschaftsgericht angeordnete Durchsuchung seiner Wohnung am Abend des 07.04.2015 erbrachte weitere Spuren, die den Verdacht der Täterschaft erhärteten. Er selbst konnte nicht angetroffen werden.

Gestern, 08.04.2015, stellte sich der 22-Jährige auf Anraten seiner inzwischen konsultierten Anwältin bei der PI Alt-Saarbrücken. In seiner Vernehmung ließ er sich bezüglich der versuchten Brandstiftung vollumfänglich geständig ein. Er machte auch Angaben über den Verbleib der Tatmittel zur Herstellung der Molotow-Cocktails. Die Behälter, Lappen und Klebeband konnten von den Ermittlern in einem von ihm bezeichneten Glascontainer sichergestellt werden.

Da weder Flucht- noch Verdunklungsgefahr nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorlagen, wurde der Mann nach Hause entlassen.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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