Polizei verhindert geplante Ausschreitungen bei Risikospiel

Saarbrücken. Über 400 Einsatzkräfte der Polizei sicherten am Dienstagabend das Fußballspiel des 1.FC Saarbrücken gegen Waldhof Mannheim. Ein „Spiel mit erheblich erhöhtem Sicherheitsrisiko“, so bezeichnet es die Regionalliga Südwest, wenn verfeindete Fangruppierungen im und im Umfeld des Stadions aufeinandertreffen. Das war gestern der Fall. Die Einsatzkräfte aus dem Saarland waren schon am Mittag in der Innenstadt mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei aus Rheinland Pfalz unterwegs, um die Anreise der Zuschauer beider Fanszenen zu überwachen und zu sichern. 240 Mannheimer und eine ebenso große Zahl von Saarbrückern suchten auch außerhalb des Rasens die Auseinandersetzung – zum Teil mit Gewalt. Bereits in der ersten Halbzeit wurden im Mannheimer Gästeblock Böller gezündet. Mehrfach mussten Einsatzkräfte dort auch das Überrennen der Zäune und Erklettern der Viktor´s Tribüne verhindern. Der „Flitzer“, der das Spiel störte, wurde vom Ordnungsdienst eingefangen und der Polizei übergeben. Auch ihn erwartet ein Strafverfahren. Insbesondere nach dem Abpfiff hatten die Einsatzkräfte im Stadionumfeld alle Hände voll zu tun, um Ausschreitungen auf dem Weg der Abreisenden in die Stadt zu verhindern. Fans, die die Auseinandersetzung gezielt suchten, waren in Gruppen bis zu 100 Personen unterwegs. Sie wurden mehrfach durch die Polizei zurückgedrängt und von den Straßen verwiesen. Dabei wurde auch der Verkehr in der Stadt erheblich beeinträchtigt. Mehrfach mussten Straßen und Wege aus Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Die polizeiliche Bilanz des Fußballspiels mit erhöhtem Risiko: Bis gegen Mitternacht leitete die Polizei 11 Strafverfahren wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz, Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung ein. In 12 Fällen wurde die Identität von Personen festgestellt, die gefährliche Aktionen planten oder durchführten. Ein Zuschauer wurde durch einen Böllerwurf verletzt, ein Fan stürzte beim Überklettern einer Absperrung und verletzte sich hierbei. Der Rettungsdienst des DRK, der mit rund 20 Helferinnen und Helfern im Einsatz war, leistete in 4 Fällen medizinische Hilfe.

58 als gewaltbereit bekannte Fans, 27 aus Saarbrücken und 31 aus Mannheim, durften das Spiel garnicht erst besuchen. Die Landeshauptstadt Saarbrücken hatte bei diesem Risikospiel in Zusammenarbeit mit der Polizei bereits im Vorfeld alle rechtlichen Mittel und Möglichkeiten ausgeschöpft, um die Sicherheit im Zusammenhang mit der Veranstaltung zu gewährleisten. Daher wurde den bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretenen Personen der Aufenthalt im Stadionbereich aus Gründen der Gefahrenabwehr untersagt.

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Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.
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