Landespolizeipräsidium gibt Tipps zum sicheren Motorradfahren und kündigt Kontrollen an

Saarbrücken. Das schöne Wetter lockt  in diesem Frühjahr viele Motorradfahrer auf die saarländischen Straßen. Leider sind seit Jahresbeginn 2015 bereits sechs Menschen auf  motorisierten Zweirädern ums Leben gekommen (fünf Fahrer, eine Sozia). Zuletzt starb am 8. Mai ein 33-jähriger Mann aus Neunkirchen bei einem Verkehrsunfall in Ottweiler. Eine 54-jährige Pkw-Fahrerin hatte beim Einbiegen vom Parkplatz des Kreiskrankenhauses auf die Hauptstraße den Motorradfahrer vermutlich übersehen.

Dabei liegen die Ursachen für Zusammenstöße oftmals nicht bei den Motoradfahrern selbst, sondern im Fehlverhalten anderer Fahrzeugführer. Die motorisierten Zweiräder werden schlicht übersehen, ihre Geschwindigkeit oftmals unterschätzt. Typische Unfälle entstehen in komplexen Situationen, z.B. beim Wenden eines Pkw auf der Fahrbahn oder an Kreuzungen und Einmündungen. Hier ist von den Autofahrern verstärkte Aufmerksamkeit am Lenkrad gefordert.

Für Motorradfahrer ist es wichtig, auch bei Tageslicht gut sichtbar zu sein. Stets eingeschaltetes Abblendlicht (oder Tagfahrleuchten) und eine weithin erkennbare Erscheinung sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Dies kann durch helle Motorrad-Schutzkleidung , zusätzlich mit überziehbaren Sicherheitswesten in Signalfarben, erreicht werden.
Wiedereinsteiger mit länger zurückliegender Fahrpraxis sind besonders gefährdet. Ihnen ist ein Fahrsicherheitstraining zu empfehlen. Motorradfahrer jeden Alters sind auf jeden Fall mit angepasster Geschwindigkeit und dem Verzicht auf riskantes Überholen sicherer unterwegs.

Die Zentralen Verkehrspolizeilichen Dienste des Landespolizeipräsidiums werden während der gesamten Motorradsaison Schwerpunktkontrollen auf saarländischen Straßen durchführen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Fotoquelle: Landespolizeipräsidium

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