Gleich zwei Verkehrsunfälle sorgten für Behinderungen auf der A8

Neunkirchen. Gleich zwei Verkehrsunfälle sorgten am Sonntagnachmittag für Behinderungen auf der Autobahn A8 in Fahrtrichtung Zweibrücken zwischen den Anschlussstellen Neunkirchen-Oberstadt und Kohlhof. Auf Höhe der Anschlussstelle Neunkirchen-Oberstadt und auf der das Kasbruchtal überspannenden Autobahnbrücke verunglückten unabhängig voneinander zwei Autos. Bei dem Unfall auf der Kasbruchbrücke verlor eine 37-Jährige die Kontrolle über ihren Toyota und kam nach einer Kollision mit der Leitplanke auf der rechten Straßenseite auf der linken Spur der Autobahn zum Stillstand.

Aus dem Wrack traten Öl und andere Betriebsstoffe aus und überzogen die Fahrbahn mit einem rutschigen Film. Neben Rettungsdienst und Polizei wurde auch der Löschbezirk Wellesweiler der freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen um kurz nach 16 Uhr zu den Verkehrsunfällen alarmiert. Eingeklemmt war in den Unfallfahrzeugen niemand, nur die Fahrerin des Mazdas musste mit leichten Verletzungen von einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die angerückten Feuerwehrleute unterstützen die Polizei bei den Absperrmaßnahmen rund um den Unfall auf der Autobahnbrücke über das Kasbruchtal und beseitigten die dort ausgelaufenen Betriebsstoffe mit Bindemittel. Nach dem Abschleppen des verunfallten Mazdas konnten Polizei und Feuerwehr die gesperrte linke Fahrspur aber nicht direkt wieder für den Verkehr geöffnet werden. Zuvor musste der von den rutschigen Betriebsstoffen befreite Fahrbahnabschnitt durch den Landesbetrieb für Straßenbau begutachtet und wieder freigegeben werden. Ebenso musste der Landesbetrieb kleinere Schäden an der Fahrbahn, welche durch den Unfall verursacht worden waren, begutachten. Erst um 18 Uhr konnten Feuerwehr und Polizei den Einsatz auf der Autobahn beenden. Der Löschbezirk Wellesweiler war mit drei Einsatzfahrzeugen und rund 15 Feuerwehrleuten vor Ort.

Den Weg der Feuerwehrfahrzeuge zur Einsatzstelle behinderten stellenweise Autofahrer die im durch den Unfall verursachten Rückstau keine Rettungsgasse bildeten. Ein PKW versperrte einem der mit Blaulicht und Martinhorn anrückenden Löschfahrzeuge sogar minutenlang die Durchfahrt. „Um die Fahrt zur Unfallstelle fortsetzen zu können musste der Gruppenführer des Löschfahrzeuges aussteigen und durch Klopfen an das Autofenster den Fahrer darauf aufmerksam machen, dass er einem Einsatzfahrzeug den Weg versperrt“, schildert Neunkirchens Pressesprecher Christopher Benkert die zeitraubenden Geschehnisse. Erst nachdem der Feuerwehrmann dem Autofahrer den Sinn und Zweck der Rettungsgasse erklärt hatte schuf der Mann Platz und das Löschfahrzeug konnte seine Fahrt fortsetzten. Nach einem Unfall auf einer Autobahn oder einer anderen mehrspurigen Straße ist im Rückstau möglichst umgehend, spätestens aber beim Herannahen des ersten Einsatzfahrzeuges eine Rettungsgasse zu bilden. Auf zweispurigen Straßen wird zwischen beiden Fahrspuren eine Gasse für Einsatzfahrzeuge gebildet. Bei dreispurigen Straßen liegt die Rettungsgasse zwischen der linken und mittleren Spur. „Nachdem ein Einsatzfahrzeug die Rettungsgasse passiert hat muss diese unbedingt offen gehalten werden, denn selten fährt nur ein einzelnes Einsatzfahrzeug zur Einsatzstelle“, erklärt Benkert. Andernfalls muss für jedes weitere Einsatzfahrzeug immer wieder aufwändig und zeitraubend eine Gasse gebildet werden. „Wird keine Rettungsgasse gebildet können damit fahrlässig Leben und Gesundheit von Unfallopfern aufs Spiel gesetzt werden“, mahnt Christopher Benkert.

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