Staatsanwaltschaft Trier und Soko FH neu rekonstruierten in der vergangenen Nacht den Schrei in der „Kabinenbahn-Spur“

In den frühen Morgenstunden des heutigen 8. Juni 2015 haben Ermittler der StA Trier und der „Soko FH neu“ der
Kriminaldirektion Trier sowie Wissenschaftler eines phonetischen Institutes den „Schrei“ in der sogenannten Spur
„Schrei an der Kabinenbahn“ aus dem Ermittlungskomplex Tanja Gräff rekonstruiert.

Ein Zeuge hatte seinerzeit angegeben, in der Nacht des Verschwindens von Tanja Gräff einen weiblichen Schrei
wahrgenommen zu haben, der seiner Auffassung nach aus Richtung der „Kabinenbahn“ am Moselufer gekommen sei. Der Hinweis, den der Zeuge der Kriminalpolizei erst Wochen nach dem Ereignis mitgeteilt hatte, führte bereits
seinerzeit zu Ermittlungen, die jedoch ergebnislos verliefen.

Aufgrund des Auffindeortes der sterblichen Überreste von Tanja Gräff hatten die Ermittler eine wissenschaftliche
Untersuchung bei einem phonetischen Institut in Auftrag gegeben. Ziel der Untersuchung ist es, nachzuvollziehen,
ob die Wahrnehmungen des Zeugen mit Geschehnissen am roten Felsen in Einklang gebracht werden könnten.

Hierzu hat das Institut am heutigen frühen Morgen ab 4 Uhr unter staatsanwaltschaftlicher und polizeilicher
Begleitung mehrere Schall- und Rufexperimente durchgeführt. Diese hatte die Polizei bereits am 3. Juni
angekündigt, ohne den genauen Termin nennen zu können.
Aus wissenschaftlichen Gründen entschieden sich die Verantwortlichen des beauftragten Institutes nun kurzfristig
für die vergangene Nacht. Hier waren eine Vielzahl von Voraussetzungen an die äußeren Bedingungen erfüllt,
die möglichst weit mit denen zum Zeitpunkt des Verschwindens von Tanja Gräff übereinstimmen sollten.

Von insgesamt vier verschiedenen Punkten am linken Moselufer wurden mehrere Huptöne mittels einer
Gasdruck-Fanfare als Referenzgeräusche abgegeben. Hiernach erfolgten laute weibliche Schreie, ähnlich
der seinerzeit von dem Zeugen vernommenen, aus den Bereichen der Absturzstelle und der Kabinenbahn.
Die Geräusche wurden jeweils mittels Schallpegelmessgeräten in der Wohnung des Zeugen, der in die
Untersuchung eingebunden wurde, aufgezeichnet.

Die Auswertungen und Ergebnisse der Untersuchungen werden erst in einigen Tagen/Wochen erwartet.

Während der gesamten Dauer der Maßnahme, die sich bis 5 Uhr erstreckte, meldeten sich drei Bewohner
von ufernahen Straßen, die sich über Lärmbelästigung durch Hupen bei der Polizei beschwerten.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Polizei RLP.

Foto: polizei

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