SMS-Schreiben so gefährlich wie 0,8 Promille

Saarbrücken. Laut Schätzungen der Versicherungsbranche spielt bei jedem fünften Unfall auf Deutschlands Straßen die Ablenkung des Fahrers durch ein Mobiltelefon eine entscheidende Rolle. Auch aus diesem Grund hat der Gesetzgeber das Bußgeld für die verbotene Handynutzung im Straßenverkehr im vergangenen Jahr deutlich erhöht.
Um dem besonderen Risiko Rechnung zu tragen, führte die saarländische Polizei in der vergangenen Woche (06. – 12.07.2015) schwerpunktmäßige Kontrollen zur Handynutzung im Straßenverkehr durch.

Das Schreiben einer Textnachricht birgt für den Fahrer eines Kraftfahrzeugs ein ebenso hohes Unfallrisiko, wie ein Alkoholisierungsgrad von 0,8 Promille. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit Firmen aus dem Automobilsektor. Die Thematik „Handy am Steuer“ steht dementsprechend immer wieder im Fokus polizeilicher Kontrollmaßnahmen.
So auch in der vergangenen Woche, als saarländische Polizeibeamte im Rahmen eines Schwerpunkteinsatzes mehr als 17.000 Fahrzeuge kontrollierten. Hierbei stellten sie 278 Fahrzeugführer fest, die während der Fahrt ein Mobiltelefon nutzten. Sie erwartet ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie jeweils ein Punkt in Flensburg.
Mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 30 Euro müssen zudem 786 Verkehrsteilnehmer rechnen, die den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht angelegt hatten.

Auch nach dem Ende der Schwerpunktwoche achtet die Polizei besonders auf Fahrzeugführer, die mit dem Handy am Steuer unterwegs sind. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob das Mobiltelefon zum Telefonieren, zum Schreiben einer Textnachricht oder aus anderen Gründen während der Fahrt bedient wird. Ein Bußgeld droht in allen Fällen.

Text: LPP Saarland

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