Über 2000 Flüchtlinge im Juli 2015 – Notunterkünfte in Aufnahmestelle Lebach errichtet

Um dem stetig wachsenden Ansturm von Flüchtlingen und Asylbewerbern in der Landesaufnahmestelle in Lebach gerecht zu werden, hat Innenminister Klaus Bouillon zusätzliche Maßnahmen getroffen, um weitere Menschen aufnehmen zu können.
„Noch nie zuvor sind so viele Flüchtlinge und Asylbewerber gekommen wie im Juli dieses Jahres“, erklärt der Minister bei einem Besuch der Landesausnahmestelle am heutigen Freitag, den 31. Juli 2015. „Aus diesem Grund werden wir jetzt auf Notunterkünfte wie Zelte und weitere Gebäude zurückgreifen müssen.“

In mehreren Zelten, die das Deutsche Roten Kreuz zur Verfügung stellt, werden bis zu 200 Plätze geschaffen, um die Menschen bis zu ihrer Aufnahme in die Landesaufnahmestelle oder Weiterleitung in andere Bundesländer zu versorgen.
Ein weiteres Zelt wird aufgebaut werden, in dem sich die Ankömmlinge auch tagsüber aufhalten können und zusätzlich zu den Essenspakten Nahrung und Getränke erhalten.
Außerdem wurden weitere landeseigene Gebäude in der Nähe der Aufnahmestelle als Notreserve geprüft, um im Bedarfsfall darauf zurückgreifen zu können.
Auch das Brandhaus auf dem Areal der Landesaufnahmestelle wird schnellstmöglich renoviert werden, um auch hier weitere Plätze zu schaffen.
„Mit diesen Maßnahmen sind wir vorerst gewappnet, doch niemand weiß, wie sich die Zahlen der Flüchtlingsströme entwickeln werden“, sagt Innenminister Klaus Bouillon.

Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2014 wurden etwa 3000 Menschen in Lebach aufgenommen, allein im Juli dieses Jahres waren es 1026 Menschen.
Hinzu kommen 1000 weitere Personen, die erstversorgt und registriert, aber dann in andere Bundesländer weitergeleitet wurden. Minister Bouillon: „Ein unglaublicher Verwaltungs-Kraftakt, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes vor Ort zu stemmen haben.“

Um die Aufnahme in Lebach weiter zu strukturieren, wird eine Art „Bänder-System“ eingeführt. Die ankommenden Menschen erhalten dabei verschiedenfarbige, aus dem Hotelgewerbe bekannte Plastikbänder, die am Handgelenk befestigt werden und unterschiedlichen Wochentagen zugeordnet sind. Damit wird eine gerechtere Verfahrensabwicklung und Reihenfolge gewährleistet. Dieses neue System soll insbesondere auch schwächeren Menschen oder Müttern mit Kindern zugutekommen.

„Ich danke ausdrücklich den Hilfsorganisationen vor Ort und allen Saarländerinnen und Saarländern, die Wohnraum zur Verfügung stellen. Mit diesem Engagement werden wir es hoffentlich schaffen, gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, erklärt der Innenminister. „Und ich danke unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich tagtäglich den Herausforderungen vor Ort stellen und deren Arbeitspensum enorm ist.“

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