Häusliche Gewalt endet mit Widerstand und versuchter Gefangenenbefreiung durch Nachbarn

Quierschied. Am Montagabend wurde die Polizei Sulzbach zu einem Fall von häuslicher Gewalt gerufen. Der Sohn des Beschuldigten rief die Polizei, da dieser auf seine Mutter einschlug und sie verletzte.

Der Mann war auch nach Eintreffen der Polizei weiter sehr aggressiv. Gegen ihn wurde eine Wohnungsverweisung mit Rückkehrverbot ausgesprochen. Da er dieser Verfügung nicht nachkam und weiter auf seine Ehefrau einschlagen wollte, musste er in Gewahrsam genommen werden.

Als die Beamten den Mann zum Streifenwagen bringen wollten, schrie der stark alkoholisierte Mann in Richtung seines Nachbarn, dass er sich anschauen solle, was die „Bekloppten“ mit ihm machen. Ohne die Hintergründe der polizeilichen Maßnahme zu kennen, griff der Nachbar, ein 71-jähriger Rentner, den festnehmenden Polizisten an. Dabei würgte er den Beamten zunächst und schlug später, nachdem sich der Beamten losreißen konnte, auf diesen ein.

Zwischenzeitlich konnte sich der zuvor Festgenommene befreien. Dieser griff dann ebenfalls den Beamten an. Erst als der zweite Polizeibeamte seinem Kollege zu Hilfe kam, konnten die Angriffe unterbunden werden. Der ältere Mann wollte jedoch immer wieder auf die Beamten losgehen. Erst als dessen Tochter auf das Geschehen aufmerksam geworden war, konnte diese ihren Vater zurückrufen und zumindest teilweise beruhigen.

Der Polizeibeamte wurde durch die Angriffe leicht verletzt, konnte seinen Dienst jedoch weiter durchführen. Auf die Ingewahrsamnahme des Rentners wurde verzichtet, er wurde in die Obhut seiner Tochter gegeben. Der zuvor Festgenommen konnte schließlich in die Gewahrsamszelle der Polizei verbracht werden. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Körperverletzung zum Nachteil seiner Ehefrau und Anzeigen wegen Widerstandes gegen Vollzugsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung zum Nachteil der Polizeibeamten gefertigt. Gegen den Rentner wurden Anzeigen wegen versuchter Gefangengenbefreiung, Widerstands gegen Vollzugsbeamte und Körperverletzung gefertigt.

PM PoL

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