THW und Feuerwehr sichern einsturzgefährdetes Anwesen in Riegelsberg

Riegelsberg. Am Samstagbend, 07. November, teilte eine Anwohnerin der Saarbrücker Straße mit, dass sie befürchte, dass der leerstehende Gebäudekomplex, an welches ihr Anwesen angebaut sei, einstürzen könne. Die Anruferin erklärte weiterhin, dass sie lautes Poltern aus dem Anwesen wahrgenommen habe und bereits Teile des Putzes auf die Fahrbahn gefallen seien. Durch die ersteintreffende Polizei konnte festgestellt werden, dass der Sachverhalt so zutraf und sich bereits Teile des Daches gesenkt hatten.

Durch die ebenfalls alarmierten Kräfte der Feuerwehr Riegelsberg und des THW Riegelsberg und St. Ingbert wurde die Ursache erforscht. Es konnte festgestellt werden, dass die Firstpfette (Oberer Stützbalken der Dachkonstruktion) gebrochen war und sich die Dachsparren nach unten bzw. nach vorne in Richtung Straße gedrückt hatten.

Mit einem sogenannten ESS-System analysierten THW-Fachkräfte zunächst die Bausubstanz des Gebäudes. Hierbei wird das Gebäude mittels Speziallaser überwacht um frühzeitig kleinste Gefährdungspotentiale für die Rettungskräfte wahrnehmen zu können. Das 80.000 Euro teure Sicherheitssystem kam hierbei zum ersten Mal unter Realbedingungen zum Einsatz.

Nachdem die Gefährdungsbeurteilung abgeschlossen war, konnte ein großes Stützgerüst aufgebaut werden, um somit die auftretenden Querkräfte abzufangen und das marode Mauerwerk und Dachgebälk zu entlasten.

Zur Sicherung des Anwesens bzw. der vor Ort eingesetzten Kräfte war eine Vollsperrung der B 268 und sowie eine Sperrung der Saarbahntrasse aus Richtung Heusweiler notwendig. Die Absicherung dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

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