Ölunfall fordert Neunkircher Wehr

Neunkirchen. Ein unangenehm starker Heizölgeruch war am Dienstagabend, 1.Dezember in der Straße An der Oster sowie den angrenzenden Straßen in Hangard zu riechen und rief die Feuerwehr auf den Plan um nach der Ursache für den üblen Geruch zu suchen und mögliche Umweltschäden zu verhindern. Um kurz nach 19 Uhr wurde der Löschbezirk Hangard der freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen alarmiert um die Suche nach dem Ursprung für den Heizölgeruch aufzunehmen.

Bereits nach kurzer Suche konnte festgestellt werden, dass offenbar Heizöl in die Kanalisation eingedrungen und sich dort verteilt hatte. Wie bei einer Schnitzeljagd gingen die ausgerückten Feuerwehrleute von Kanaldeckel zu Kanaldeckel um dem Ölfilm in der Kanalisation zu seinem Ursprung zu folgen. Fündig
wurden die Wehrleute schließlich in einem Wohnhaus, an dessen Heizöltank es zu einem Defekt gekommen war. Einer der Heizöltanks war übergelaufen
und das ausgetretene Öl über einen Ablauf in die Kanalisation geflossen. Um den Ölschaden bekämpfen und eine Ausbreitung verhindern zu können wurden schon während der zeitraubenden Suche nach der Herkunft des Öles zwei Spezialfahrzeuge aus dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt nachgefordert: Der Rüstwagen-Gefahrgut mit umfangreichem Material zum Aufspüren von Gefahrstoffen und Ausrüstung zur Bekämpfung von Umweltschäden sowie ein Logistikfahrzeug, eigens für diesen Einsatz mit schwimmfähigen Ölbindemittel beladen. Außerdem rückte auch der im Löschbezirk Wellesweiler stationierte Einsatzleitwagen, eine mobile Funk- und Kommandozentrale, zur besseren Koordination des Einsatzes aus.

In Rücksprache mit dem Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz wurde von der Feuerwehr in die vom Heizöl verunreinigte Kanalisation an mehreren Stellen schwimmfähiges Bindemittel eingestreut, um das auf dem Wasser treibende Öl aufzusaugen und eine weitere Verunreinigung der Kanalisation zu verhindern. Nach über zweieinhalb Stunden konnte der Feuerwehreinsatz in der Hangarder Dorfmitte beendet werden. Die Löschbezirke Hangard, Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler waren mit acht Einsatzfahrzeugen und über 40 Feuerwehrangehörigen vor Ort. Auch Vertreter des Landesamts für Umwelt- und Arbeitsschutz, des Zentralen Betriebshofes Neunkirchen und des EVS sowie ein Kommando der Polizei waren zu dem Ölschaden ausgerückt.


Foto: Benkert

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Feuerwehr Neunkirchen / Christopher Benkert.

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