Saarbrücker Arzt bestellte hochgiftiges Quecksilber

Saarbrücken. Einer aufmerksamen Mitarbeiterin einer Klinik in Wallerfangen ist es zu verdanken, dass eine hochgiftige Chemikalie von der Polizei sichergestellt und aus dem Verkehr gezogen werden konnte. Ein aus Nigeria stammender Arzt hatte das Dimethyl-Quecksilber bestellt und zu seiner Wohnung nach  Rumänien transportiert.

Bereits Anfang Januar 2016 fielen der aufmerksamen Buchhalterin Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der Bestellung und Lieferung von Chemikalien an das Krankenhaus auf. Aufgrund einer Mitteilung der Frau an die Polizei stellten die Ermittler des Dezernats für Brand- und Umweltdelikte des Landespolizeipräsidiums sehr schnell fest, dass der 31-jährige Arzt das Quecksilber über das Krankenhaus bestellt hatte, weil eine Abgabe des gefährlichen Stoffes an Privatpersonen nach dem Chemikaliengesetzt nicht erlaubt ist.

Am vergangenen Montag (18.01.2016) vollstreckten Polizeibeamte einen Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Saarbrücken, fanden jedoch das Quecksilber weder in der Saarbrücker Wohnung des Arztes noch in der Klinik. Der Arzt gab gegenüber den Ermittler an, er habe den Stoff mittlerweile zu seiner Wohnung in Rumänien transportiert. Er wolle in Nigeria eine Kinderklinik einrichten und habe das Quecksilber für den Betrieb eines Diagnosegeräts benötigt.

Im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens wurden die rumänischen Behörden über den Sachverhalt informiert. Diese leiteten ihrerseits ein Ermittlungsverfahren gegen den Nigerianer ein, so dass der Mann bei seiner Einreise nach Rumänien am vergangenen Freitag (22.01.2016) festgenommen wurde. In seiner Wohnung fanden die Behörden das bestellte Quecksilber.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der saarländischen Polizei.

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