2.235 Stunden bei der Feuerwehr Illingen

Illingen. Bei der Jahresdienstbesprechung im Illinger Rathaus stellte Bürgermeister Dr. Armin König wieder den Stellenwert der gut aufgestellten und ausgebildeten Feuerwehr fest. 141 Einsätze sind eine spannende Bilianz für das Jahr 2015, und mit weiteren Anschaffungen und dem Neubau zweier Gerätehäuser soll die Feuerwehr weiter unterstützt werden, so König.

Zu Anfang der Sitzung dankte Bürgermeister Dr. Armin König den Einsatzkräften für die ereignisreiche Woche: Erst die Absage des Rosenmontagszugs wegen der Unwettermeldung des Orkantiefs Ruzika. Es folgte der Dienstag, mit dem Orkantief Susanna. Insgesamt mussten in Illingen 25 Einsätze abgearbeitet werden. “Gegen die Naturgewalten sind wir weitgehend machtlos. Danke der Feuerwehr, die auch in solchen Extremsituationen für uns da ist, um Hab und Gut zu schützen. Ich bewundere ihren Einsatz.“ So der Bürgermeister.

Armin König hob die Neuanschaffungen im Jahr 2015 in den Vordergrund: Der Komandowagen der Wehrführung und das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) für den Löschbezirk Illingen wurden angeschafft. Und auch für 2016 wird die Feuerwehr gestärkt. So werden Dienstuniformen nach der neuen Vorschrift des Innenministeriums und 120 neue digitalen Meldeempfänger aufgrund einer technischen Änderung in der Alarmierung angeschafft. Auch Ansparungen für die Ersatzbeschaffung des Löschgruppenfahrzeugs (LF 16) im Löschbezirk Ost sowie für den Bau zwei neuer Gerätehäuser sind in den Haushaltsplanungen vorgesehen.

Die Mitgliederzahl bei der aktiven Wehr blieb fast konstant auf 215 Mitglieder. In der Jugendfeuerwehr ist leider ein Rückgang von 76 auf 60 Jungen und Mädchen zu verzeichnen. „Das ist trotz guter Öffentlichkeitsarbeit und vielen Aktivitäten leider etwas dramatisch“, so der stellvertretende Gemeindejugendbetreuer Dominic Rupp.

Die Feuerwehr Illingen rückte im Jahr 2015 zu 141 Einsätzen aus und musste dabei 2235 Stunden Hilfe leisten. Und das vor allem ehrenamtlich und unentgeltlich. Dabei wurde allein die Drehleiter (DLK) zu 21 Unterstützungseinsätzen außerhalb des Gemeindegebietes gerufen. Hierbei sieht man, wie wichtig der Drehleiterstandort Illingen für die Region ist. Auch Bürgermeister Armin König unterstrich die Wichtigkeit der Drehleiter, betont jedoch auch, dass der Großteil der Kosten einer möglichen Neubeschaffung die Kommune nicht mehr alleine tragen kann. Brandinspekteur Werner Thom sieht dabei Lösungsansätze und so ist vorstellbar, dass drei Viertel der Kosten über die Feuerschutzsteuer und die Kreisumlage finanziert werden und die Kommune eines Drehleiterstandortes so nur noch ein Viertel der Kosten tragen muss. Mit dieser Lösung würden auch alle Kommunen an den Kosten der drei Drehleitern im Landkreis beteiligt werden, was nicht mehr als gerecht wäre, so Bürgermeister König.

Auch die Anschaffung eines Gerätewagens Logistik mit Beladung der technischen Hilfe (GW-L2 TH) wird der Landkreis finanzieren und im Löschbezirk Illingen stationieren. Damit wird der in die Jahre gekommene Rüstwagen, der vom Katerstrophenschutz übernommen worden war, abgelöst. Der Brandinspekteur informiert zusätzlich noch über einen Brandschutzbedarfsplan, welcher der Landkreis beauftragt hat wird und die Feuerwehren aller Kommunen begutachten soll. Damit erhoffe man sich weitere Synergieeffekte, mögliche Kooperationen und damit verbundene Kosteneinsparungen.

Auch bei interkommunalen Kooperationen ist Illingen dabei. So betreiben in Zukunft im Löschbezirk Heiligenwald die Gemeinden Schiffweiler, Merchweiler und Illingen eine gemeinsame Atemschutz- und Schlauchwerkstatt. Somit werden Kräfte gebündelt und Kosten reduziert.

Guido Jost von der SPD/LINKE/GRÜNE-Kooperation des Gemeinderates erläutert, dass der Gemeinderat Illingen in der nächsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss zum Bau zweier Gerätehäuser verfassen könnte. Hierbei sollen im laufenden Jahr die Grundstücksgespräche, Finanzierung und Planung zum Bau der Häuser für die Löschbezirke Illingen und Ost über die Bühne gehen. Im Jahr 2017 soll dann parallel der Bau beider Häuser beginnen, so Guido Jost.

Auch die Stärkung des Ehrenamtes steht bei der Politik ganz vorne an. Dazu sollen die Kriterien der Ehrenamtskarte für die Feuerwehr gelockert werden. „Ein Feuerwehrmitglied ist ja 24 Stunden einsatzbereit und erfüllt so ganz locker die erforderliche Stundenanzahl der Karte“, so Jost. Auch können nun die Illinger Wehrmitglieder im K1 Fitnessstudio zu vergünstigten Konditionen trainieren, ebenso soll die kostenlose Nutzung der Illinger Bäder ermöglicht werden.

Auch Ehrungen, Verabschiedungen und Ernennungen waren Thema der Sitzung. Franz Breinig wurde als jahrelanger Ausbildungsleiter verabschiedet. Er gibt das Zepter an Sascha Cattarius weiter. Bernhard Schmitt wurde erneut zum Kleiderwart und Dominic Rupp zum Stv. Gemeindejugendbetreuer und Sascha Henn zum Gemeindefunkbeauftragten ernannt.  Bürgermeister König dankte Reiner Werkle für seine Dienste als bisheriger Löschbezirksführer in Welschbach. Bei der Jahreshauptversammlung in Welschbach wurde neu gewählt und jetzt Reiner Müller zum Löschbezirksführer und Florian Weiskircher zu seinem Stellvertreter ernannt. Beide wurden zugleich zum Oberbrandmeister und Brandmeister befördert.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Feuerwehr.

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