Nachbarn werden zu Lebensrettern

Neunkirchen. Am Sonntagmorgen, 31. Januar, gegen 9:50 Uhr, wurden die Feuerwehren Neunkirchen und Ottweiler zu einem Wohnhausbrand in die Kreuzstraße in Neunkirchen-Hangard alarmiert. Die beiden Bewohner (60, 55) wurden von dem Brand im Schlaf überrascht. An einem Fenster im Obergeschoss schrieen sie laut um Hilfe, während hinter ihnen bereits Meter hohe Flammen aus dem Gebäude schlugen. Beherzte Nachbarn griffen zu einer Gartenleiter und befreiten das Ehepaar aus ihrer Notlage.

Beim Eintreffen des Löschbezirks Hangard, welcher nur eine Straße weit entfernt ist, stand das Reihenendhaus bereits vom Keller bis zum Dachstuhl in Vollbrand. Umgehend wurden erste Löschmaßnahmen im Innen- und Außenangriff eingeleitet. Zeitgleich wurde die Drehleiter aus Neunkirchen in Stellung gebracht. Zu Beginn des Einsatzes war das hölzerne Treppenhaus bereits vollständig abgebrannt, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte.

Ein effizienter Innenangriff war somit nur noch im Keller und Erdgeschoss möglich. Mehrere Trupps hatten die Feuersbrunst binnen kürzester Zeit unter Kontrolle. Die aufwändigen Nachlöscharbeiten, vor allem im Bereich des Dachstuhls, mussten zeitgleich über die beiden Drehleitern aus Neunkirchen und Ottweiler erfolgen. Die Bewohner wurden schwer verletzt von einem Rettungswagen ins Krankenhaus verbracht, Lebensgefahr besteht vermutlich nicht. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte das Übergreifen auf die beiden nebenstehenden Wohngebäude in letzter Sekunde verhindert werden. Das Wohnhaus ist derzeit nicht mehr bewohnbar und ersten Einschätzungen zufolge einsturzgefährdet. Der Einsatz konnte erst in den späten Abendstunden beendet werden. Im Einsatz waren rund 70 Kräfte aus Neunkirchen und Ottweiler, 2 Rettungswagen sowie der Kommunale Energieversorger (KEW) und die Polizei.

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