Polizei ermittelt nach Tötungsdelikt in Großrosseln–Nassweiler

Saarbrücken. Am Dienstagvormittag letzter Woche (26.01.2016) informierte das Klinikum Saarbrücken die Polizei darüber, dass bei ihnen ein 40 Jahre alter Franzose verstorben sei. Der Mann war erst ein Tag zuvor von der Klinik Forbach (F) nach dort verlegt worden. Dort war er zuvor nach einem angeblichen Unfall eingeliefert worden. Nach Angaben des Vaters des Verstobenen in der Klinik in Saarbrücken sei dieser ca. acht Tage zuvor an einer Schlägerei beteiligt gewesen und dabei verletzt worden. Mit diesem Kenntnisstand übernahm das Dezernat für Tötungsdelikte beim Landespolizeipräsidium (LPP) die Ermittlungen.

Die zwischenzeitlich durchgeführte Obduktion bei der Rechtsmedizin in Homburg ergab als Totdesursache massive stumpfe Gewalt gegen den Kopf.

In Zusammenarbeit mit der französischen Polizei konnte unter Beteiligung der Lebensgefährtin des Opfers als Tatort der Grenzübergang in Großrosseln-Nassweiler ermittelt werden. Nach Angaben der Frau hätten sie am 20.01.2016, gegen 15:00 Uhr, mit dem Pkw an dem dortigen Tabakladen angehalten. Während sie den Pkw verlassen hat, um Zigaretten zu kaufen, verblieben das Opfer und der 36 jährige Beifahrer im Auto. Von einer Vierergruppe Männer, die am Tabakladen stand, traten zwei  an den Pkw heran und sprachen die Insassen an. Einer der Männer begibt sich auf die Fahrerseite und schlägt auf den 40 Jährigen ein. Als der Beifahrer aussteigt, um den Streit zu schlichten, trat ein weiterer Täter durch die Beifahrerseite ebenfalls auf den Fahrer ein. Nachdem die 33- jährige Lebensgefährtin aus dem Tabakladen herauskommt, lassen die Männer von dem Opfer ab und entfernen sich von der Örtlichkeit.

Das Motiv der Tat ist derzeit nicht geklärt. Ebenso steht nicht fest, warum zum damaligen Zeitpunkt keine Anzeige gemacht wurde. Daneben ist auch nicht nachvollziehbar, warum man für das Opfer erst am 25.01.2016 einen Rettungswagen an die Heimatadresse nach Freyming- Merlebach bestellte und ihn in das Krankenhaus in Forbach einliefern ließ.

Bei den beiden Tätern soll es sich nach Angaben der Lebensgefährtin um Maghrebiner handeln.

Die Ermittlungen dauern an.

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