Task Force zur Sperrung der Fechinger Talbrücke präsentiert erste Ergebnisse bei der Optimierung der Umleitungen

Am heutigen Morgen hat sich die auf Initiative der Saarländischen Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr einberufene Task Force zur Bewältigung der Probleme im Zusammenhang mit der Sperrung der Fechinger Talbrücke konstituiert. Im besonderen Fokus stand zunächst die Lösung der Verkehrsprobleme auf den regionalen und internationalen Umleitungsstrecken. Sie sollen bereits vor dem Ablauf der Osterferien nachhaltig optimiert werden.

Die am vergangenen Donnerstag bereits mit angefügter Meldung beschriebenen klein- und großräumigen Umfahrungen bilden den Kern der langfristigen Lösung.

Für den internationalen großräumigen Verkehr soll die Umleitungsstrecke ab St. Avold auf der französischen N 33 nach Creutzwald führen, von dort auf der B 269neu zur A 620 und ab Autobahndreieck Saarlouis auf der A 8 zum Autobahnkreuz Neunkirchen. Derzeit werden gemeinsam mit den französischen Kollegen Optionen zur teilweisen Entlastung der relativ engen N 33 geprüft. Regional dient die L 108 – Flughafenstraße zwischen Fechingen und St. Ingbert West als Hauptumleitungsstrecke.

 

Ergänzend hierzu wird der Landesbetrieb für Straßenbau gemeinsam mit allen Partnern -den französischen Behörden, den von der Umleitung betroffenen Kommunen Saarbrücken, St. Ingbert und Mandelbachtal und internationalen Medien-Vorsorge treffen, dass alternative Strecken ausgewiesen und überregional beständig als solche kommuniziert werden. Im Einzelnen:

  • Der internationale Verkehr sowohl auf der A 6 aus Richtung Mannheim, als auch auf der A 8 aus Richtung Pirmasens soll im Umfeld des Autobahnkreuzes Neunkirchen durch umfassende Beschilderung auf die großräumige Umfahrung hingewiesen werden. Begleitet wird diese Maßnahme durch die Verkehrsfunknachrichten aller Medien und Rundfunkanstalten der gesamten Großregion. Insbesondere der Schwerlastverkehr soll in den Medien eindringlich gebeten werden, die A 6  zwischen St. Ingbert und Fechingen zu meiden.
  • Ergänzend zur nördlichen Umfahrung auf der A 8 wird in Frankreich eine südliche Umfahrung von Saarbrücken und Fechingen ausgewiesen. Dies bietet Verkehrsteilnehmern, die die Ausfahrt zur B 269 / A 8 verpasst haben, eine weiterführende Option. Ab Forbach kann der Verkehr auf der D 31 Richtung Kleinblittersdorf fließen, von dort je nach Fahrziel auf der B 51 nach Saarbrücken oder der B 423 in den Bliesgau und zurück zur A 6.
  • Die A 623 wird in das großräumige Umleitungskonzept eingearbeitet. Durch Abschaltung der Pförtnerampel in Höhe des Ludwigsparks, zwei stadteinwärts durchgehend zu befahrende Fahrstreifen und eine Optimierung der Ampelschaltungen im Ludwigskreisel soll hier kurzfristig dem zu erwartenden erhöhten Verkehrsaufkommen Rechnung getragen werden. Hierzu hat die Landeshauptstadt Saarbrücken als verantwortliche Verkehrsbehörde eine kurzfristige Prüfung zugesagt.
  • Die offiziellen Umleitungen sollen großzügig und eindeutig beschildert werden. Auf den Strecken werden die Ampelsteuerungen und Vorfahrtsregelungen in Kreuzungsbereichen an die jeweiligen Verkehrsmengen angepasst. Konzeptionierung und Herstellung der Umleitungstafeln sind angelaufen. Die Beschilderung soll in den nächsten Tagen sukzessive umgesetzt werden.
  • Der provisorische Abschluss der Bauarbeiten auf der ehemaligen B 40 – Kaiserstraße und die Entfernung der Baustellenampel bis zum Ende dieser Woche soll zur Entlastung der Flughafenstrecke über Ensheim beitragen.
  • Unter der Fechinger Talbrücke wird in Fahrtrichtung Mannheim das Linksabbiegen in die Saarbrücker Straße Richtung Brebach verboten. Die Verkehrsteilnehmer wenden auf dem Bypass und werden zur Anschlussstelle Güdingen geführt.
  • Geplante Baumaßnahmen des Bundes, des Landes, der Kommunen und Versorgungsträger, die den Verkehrsfluss auf den Umleitungsstrecken beeinträchtigen könnten, werden nach Möglichkeit verschoben.

 

HINWEIS:

Nach Abschluss Wegweisungsarbeiten an den offiziellen Umleitungsstrecken wird das Verkehrsgeschehen dauerhaft unter Beobachtung bleiben. An neuralgischen Punkten wird im Bedarfsfall Feinschliff betrieben.

Den LfS erreichen derzeit viele Hinweise und Ergänzungswünsche aus der Bevölkerung, für die wir uns bedanken. Dafür steht die Mail-Adresse info@lfs.saarland.de zur Verfügung.  Alle Anliegen werden bearbeitet, fachlich geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt. Wir bitten um Verständnis, dass wir derzeit nicht jeden Hinweis einzeln, telefonisch oder per Email beantworten können. Im Vordergrund steht aktuell eine bestmögliche Information der breiten Öffentlichkeit. Tagesaktuelle Informationen -vor allem zu gleich gelagerten Problemstellungen- erhalten Verkehrsteilnehmer und Anlieger allerdings auf den Webseiten des Wirtschaftsministeriums und des Landesbetriebs für Straßenbau.

Der LfS ist bemüht, eine ausgewogene Lastenverteilung zu finden, die den Interessen des Fernverkehrs und der Anlieger an den Umleitungsstrecken gerecht wird. Wir bitten allerdings um Verständnis, dass die Gewährleistung des überörtlichen Verkehrs Vorrang genießt und diese schwierige Aufgabe nicht ohne Beeinträchtigung der Ortslagen bewältigt werden kann

 

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