Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten

Wellesweiler. Zum sechsten Mal binnen weniger Monate mussten am Samstagnachmittag, 5. März mehrere Löschbezirke der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Autobahnzubringer L287 bei Wellesweiler ausrücken. Bei der Kollision eines Mercedes-Benz SLK mit einem Audi A4 avant erlitten drei Personen schwerste Verletzungen.

Aus Richtung Ludwigsthal, über die Furpacher Straße kommend, wollte eine 75-jährige Frau um kurz nach 13 Uhr mit ihrem silbernen Mercedes-Benz SLK nach links auf den Autobahnzubringer nach Wellesweiler abbiegen. Dabei stieß sie mit einem Audi A4 Kombi zusammen, der in Richtung Autobahn A8 unterwegs war. Die Fahrerin des Mercedes Sportwagens und ihr 79 Jahre alter Beifahrer sowie der 29-jährige Fahrer des Audis wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Die Löschbezirke Furpach und Wellesweiler, zwei Rettungswagen von ASB und DRK sowie das Notarzteinsatzfahrzeug der Feuerwehr Neunkirchen rückten zum unfallträchtigen Autobahnzubringer aus um Hilfe zu leisten. Der Fahrer des Audis wurde durch den Unfall zwar nicht in seinem Auto eingeklemmt, musste aber aufgrund der Art und Schwere seiner Verletzungen von der Feuerwehr mit hydraulischem Rettungsgerät aus seinem Fahrzeug befreit werden. „Bei der sogenannten ‚Schonenden Rettung‘ wird der Verletzte möglichst behutsam und vorsichtig in enger Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst aus dem Unfallfahrzeug befreit“, beschreibt Feuerwehrsprecher Christopher Benkert die angewendete Taktik. „Ziel ist es mögliche weitere Verletzungen, insbesondere an der Wirbelsäule, auszuschließen. Angewendet werden kann die Taktik natürlich nur, wenn keine akut lebensbedrohlichen Verletzungen vorliegen“, so Benkert weiter. Mit einem hydraulischen Spreizer entfernten Feuerwehrmänner auf dem Autobahnzubringer zunächst beide Türen auf der Fahrerseite des Audis. Danach schnitten sie die komplette B-Säule mit einer hydraulischen Schere ab. Durch die so geschaffene große Rettungsöffnung konnte der Verletzte anschließend achsengerecht, also ohne weitere Bewegungen der Wirbelsäule aus dem Fahrzeug gerettet werden.

Wesentlich einfacher verlief die Rettung der beiden Insassen aus dem Mercedes SLK. Sie waren ebenfalls nicht eingeklemmt und konnten ohne den Einsatz schweren Geräts vom Rettungsdienst aus ihrem Fahrzeug gerettet werden. Alle drei Verletzten wurden vor Ort durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Für die Dauer des Rettungseinsatzes musste der Autobahnzubringer in beide Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden. Erst kurz nach 16 Uhr, nach der Bergung der beiden Unfallfahrzeuge und der Reinigung der mit Öl und Kraftstoff verunreinigten Fahrbahn durch den Landesbetrieb für Straßenbau, wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Die letzten Kräfte der Feuerwehr konnten aber bereits um 14:45 Uhr wieder abrücken. Die Feuerwehr Neunkirchen war mit rund 35 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen aus den Löschbezirken Furpach und Wellesweiler im Einsatz. Der Rettungsdienst rückte mit zwei Rettungswagen von den Rettungswachen des ASB in Neunkirchen sowie dem DRK in Bexbach und dem Notarzteinsatzfahrzeug der Neunkircher Wehr aus. Für die Durchführung der Straßensperrung und die Unfallaufnahme rückte die Polizeiinspektion Neunkirchen mit mehreren Streifenwagen an.

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