Dramatische Lage bei Kellerbrand – Mutter und Kinder mit Fluchthauben gerettet

Wadern. Am Donnerstag, 07.04.2016 wurde um 22:34 Uhr der Löschbezirk Wadern mit der Meldung „Brand3, Kellerbrand“ in die Oberstraße nach Wadern alarmiert. Der Brand wurde von 2 Mitgliedern des Löschbezirks bemerkt, die noch in der Gaststätte im Brandobjekt zugegen waren. Sofort nach dem Feststellen des Brandes wurde die Räumung des Gebäudes sowie parallel dazu die Alarmierung der Kameraden veranlasst. Kurze Zeit später rückte der Löschbezirk mit HTLF 20/30, LF 16/12 und LF 8 aus. Auf der Anfahrt, welche nur wenige Minuten dauerte, wurde von der Leitstelle mitgeteilt, dass sich keine Personen mehr im Gebäude befinden.

Direkt nach Ankunft wurde vom Einsatzleiter ein Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz in den Keller zur Brandbekämpfung eingesetzt. Im Laufe der weiteren Erkundung stellte sich heraus, dass sich in der Dachgeschosswohnung des 2. Obergeschosses noch eine Mutter mit ihren beiden Kleinkindern aufhielt. Sofort wurden 2 weitere Atemschutztrupps in die betreffende Wohnung zur Menschenrettung entsandt. Parallel wurde am Fenster eine 4-teilige Steckleiter gestellt die ebenfalls zur Menschenrettung dienen sollte. Zeitgleich mit diesen Maßnahmen wurde über die Leitstelle die Löschbezirke Wadrill mit dem Löschfahrzeug LF 10 und Gerätewagen, Noswendel mit TSF-W Logistik zur Unterstützung mit Atemschutz-Ersatzflaschen und Masken sowie die Feuerwehr Losheim mit Einsatzleitwagen (ELW 1), Drehleiter (DLK 23/12) sowie Tanklöschfahrzeug (TLF 24/50) zur Unterstützung angefordert.

Hierbei handelte es sich um den ersten Einsatz des neuen LF 10 des Löschbezirks Wadrill, genau eine Woche nach Ankunft in seinem neuen Standort. Aufgrund der prekären Lage in der Wohnung, die trotz vorbeugender Maßnahmen nicht rauchfrei gehalten werden konnte, mussten die Personen schon vor Ankunft der Drehleiter aus Losheim gerettet werden. Aufgrund des psychischen Ausnahmezustands der Betroffenen schied eine Rettung über die Steckleiter aus. Somit mussten die Mutter und ihre Kinder gesichert mit Fluchthauben durch das verqualmte Treppenhaus gerettet werden. Direkt nach Rettung wurden diese dem Rettungsdienst übergeben, der die weitergehenden Maßnahmen übernahm. Der Brand konnte schnell von den Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht werden, sodass eine Belüftung des Gebäudes vorgenommen werden konnte um den Rauch zu entfernen. Die sich im Gebäude befindliche Gaststätte war zum Glück bei Eintreffen der Einsatzkräfte schon geräumt sodass hier keine weitere Gefahr bestand. Die Ortspolizeibehörde wurde informiert und kümmerte sich noch in der Nacht um die Bleibe der betroffenen Personen. Die Wohnung konnte durch den Brandrauch zunächst nicht mehr bezogen werden.

 

Am Freitag, 08.04.2016 rückte der Löschbezirk Wadern erneut aus, um das Gebäude nochmals mit Hilfe des Überdrucklüfters zu belüften. Rauchgase die sich noch im Gebäude gesammelt haben mussten mit Hilfe eines Überdrucks aus dem Gebäude entfernt werden, sodass für die Brandursachenermittler ein ungefährliches Arbeiten möglich war.

Text/Foto: Olmscheid

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