Erneut schlimme Unwetter verwandeln Ortsdurchfahrt in Matschbad

Berschweiler. Erneut trafen den Marpinger Ortsteil Berschweiler binnen zwei Tage starke Regenfälle.

Gegen 14:00 Uhr formierte sich in diesem Bereich eine Starkregenfront, welche ihre Fluten binnen kurzer Zeit über dem Gebiet entlud.

Diese sintflutartigen Niederschläge verwandelten in wenigen Minuten die Straßen in reißende Bäche.

Am Ortseingang, aus Richtung Marpingen kommend, war die L133 bereits teilweise einseitig weggespült worden. Die L 133 wurde im Laufe des Nachmittags von Marpingen bis Dirmingen für den Fahrzeugverkehr bis auf weiteres voll gesperrt, da auch im weiteren Verlauf Geröll und Schlamm eine unfallfreie Fahrt nicht zuließen.

Im Minutentakt liefen die Notrufe auf der Leitstelle ein. Betroffen waren auch diesmal die Straßen „Auf Weißmauer“, „An der Hümes“, „Dirmingerstaße“, „Im Langgarten“, „Im Engstereck“.

Zusätzlich erschwert wurde die Arbeit der Einsatzkräfte durch einen länger anhaltenden Stromausfall. Hervorgerufen wurde dieser durch umgestürzte Bäume auf Stromleitungen und Blitzeinschläge.

Gegen 21:00 Uhr hatte das Energieunternehmen die Versorgung für die Bereiche Berschweiler und Marpingen wieder hergestellt.

Die Dämme der örtlichen Weiheranlagen zeigten bereits Risse, so dass die Feuerwehr auch hier tätig werden musste.

In der Straße „Im Oberdorf“ bildeten die Wassermassen gegen Abend hinter zwei Wohnhäusern eine Wasserblase. Teile des Hanges waren bereits ins Rutschen gekommen.

Um eine weitere Gefährdung für die Wohnhäuser auszuschließen, wurde ein Geologe zur Begutachtung herangezogen. Das THW sicherte den Bereich anschließend mit Sandsäcken.

Ebenfalls wurde eine Fachfirma zur Begutachtung der Standsicherheit verschiedener Bäume herangezogen.

Keiner der Einwohner konnte sich daran erinnern, solche Regenmengen binnen kurzer Zeit erlebt zu haben.

Neben den Löschbezirken der Gemeinde Marpingen waren auch Kräfte aus der Gemeinde Tholey und das THW alarmiert (Details siehe unten).

Erste Bilanz in Berschweiler:

– rund 40 Wohnhäuser mussten von Wassermassen befreit werden

– viermal mussten in überfluteten Kellern Heizöltanks gesichert werden

– drei umgestürzte Bäume mussten von der Fahrbahn beseitigt werden

 – drei Hangrutsche wurden gesichert

– an den Weiheranlagen mussten die Dämme wegen Rissbildung gesichert und der Wasserpegel gezielt gesenkt werden

– einer Person musste Notstrom für das Sauerstoffgerät zur Verfügung gestellt werden

– einem ortsansässigen Landwirt musste mit Notstromaggregaten das Melken der Kühe ermöglicht werden.

Dirmingen. Dramatische Szenen spielten sich auch im benachbarten Dirmingen ab. Dort trafen die Wassermassen ein zweites Mal binnen zwei Tagen die Einwohner.

Schlamm und Geröllmassen bahnten sich ihren Weg in das Ortszentrum.

Durch die Feuerwehr und freiwillige Helfer musste gar eine Frau aus den Fluten aus ihrer Wohnung im Kellergeschoß gerettet werden.

Auch hier waren zahlreiche Wohn- und Geschäftshäuser betroffen. Hier musste teilweise schweres Gerät in den Einsatz gebracht werden.

Glücklicherweise kam niemand ernsthaft zu Schaden.

Über die Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Die Aufräumarbeiten werden am morgigen Tag anhalten und weitere, falls erforderlich, Einsatzmaßnahmen abgesprochen.

Einsatzende für die Helfer in Berschweiler war gegen 23:00 Uhr.

Im Einsatz Berschweiler:

Löschbezirke Berschweiler, Marpingen, Urexweiler, Alsweiler, Tholey, Theley, St. Wendel-Kernstadt, THW OV St. Wendel, THW OV Theley, Landesamt für Straßenwesen, Polizei, Fachunternehmen Baumpflege, Energieversorger und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, sowie des Baubetriebshofes.

Insgesamt rund 140 Einsatzkräfte.

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Feuerwehr.

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