Mehrere Verkehrsunfälle durch Geisterfahrerin aus der A 620 – Berufsfeuerwehr handelt geistesgegenwärtig

Am So., 19.06.2016, 10.08 Uhr, meldete die Führungs- und Lagezentrale der Polizei über Funk, dass auf der A 620 ein Falschfahrer auf der Richtungsfahrbahn Saarlouis in Richtung Saarbrücken unterwegs sei. Die A 620 wurden von mehreren Kommandos verschiedener Dienststellen aufgesucht.

Die anschließenden Ermittlungen ergaben folgenden Ablauf :

Eine 24-jährige Pkw-Fahrerin aus Hombourg Haut / Frankreich war mit ihrem VW Polo vermutlich bereits an der Anschlussstelle Klarenthal falsch aufgefahren und in Richtung Saarbrücken unterwegs. Im Bereich der Kurve am Messegelände in Saarbrücken kamen ihr auf beiden Fahrspuren Fahrzeuge entgegen. Der 53-jährige,  aus Saarbrücken stammende, Fahrer des  auf der linken Fahrspur entgegenkommenden Pkws erkannte die Falschfahrerin und konnte nur noch nach rechts ausweichen. Hierbei kam es zum seitlichen Kontakt mit dem Pkw der Falschfahrerin und dem rechts neben ihm fahrenden Pkw eines64-jährigen Mannes aus St. Ingbert. Die Falschfahrerin setzte ihre Fahrt unbeirrt fort. Die drei Fahrzeuge wurden bei dem Zusammenstoß beschädigt.

Zwei Angehörige der Berufsfeuerwehr Saarbrücken fuhren zu diesem Zeitpunkt mit ihrem Einsatzfahrzeug auf der  A 620 in Fahrtrichtung Saarlouis und erkannten, dass ihnen ein Falschfahrer entgegenkam. Sie handelten geistesgegenwärtig, schalteten Blaulicht und Warnblinkanlage ein, setzten ihr Einsatzfahrzeug auf die Fahrbahnmitte  und verlangsamten ihre Fahrt. Als die Falschfahrerin das Fahrzeug mit Blaulicht erkannte, wendete sie ihren Pkw auf der Autobahn und fuhr wieder zurück in Richtung Saarlouis. Auf der Ausfahrt Gersweiler Brücke konnte sie dann von den Einsatzkräften der Berufsfeuerwehr gestoppt werden.
Hierdurch wurden unter Umständen weitere möglicherweise schwere Verkehrsunfälle vermieden.

Die Frau konnte zu ihrem Verhalten keine Angaben machen. Sie wurde zur PI Saarbrücken-Burbach verbracht, wo ihr eine Blutprobe entnommen wurde, da sie unter alkoholischer Beeinflussung stand.

Ihr französischer Führerschein wurde einbehalten. Sie wurde anschließend in die Obhut ihrer Mutter übergeben. Auf sie wartet ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verkehrsunfallflucht.

Ein weiterer Unfallbeteiligter meldete sich telefonisch. Diesbezüglich konnten noch keine genauen Daten erhoben werden.

In den Einsatz waren mehrere Kommandos der Polizeiinspektionen Völklingen, St. Johann und Burbach im Einsatz.

Zeugen und evtl. weitere Unfallbeteiligte werden gebeten, sich bei der PI Saarbrücken-Burbach, Tel. 0681/97150, oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

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