23-jähriger stirbt bei schwerem Crash

Neunkirchen. Ein junger Mann verlor bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Neunkircher Fernstraße in der Nacht zum Sonntag, 17. Juli sein Leben. Die Feuerwehr Neunkirchen konnte den Mann in einem aufwändigen Einsatz nur noch tot aus seinem Fahrzeug bergen. Der Mann befuhr mit seinem Ford Focus die Fernstraße in Richtung Autobahnanschlussstelle Neunkirchen-Oberstadt, als er aus noch ungeklärter Ursache zunächst einen am Straßenrand geparkten Volkswagen Sharan rammte.

Nach der heftigen Kollision mit dem Volkswagen geriet der Ford außer Kontrolle, schleuderte auf den Gehweg und rammte dort die niedrige Betonmauer einer Autowerkstatt. Der Zusammenprall mit der Mauer war so schwer, dass aus dieser ein großes Stück herausbrach und sich der Ford Focus überschlug. Mit schweren Schäden blieb der Ford Focus recht instabil mit seinem Dach auf der Betonmauer und einem daneben geparkten Ford Focus liegen. Der Fahrer des Ford wurde zwischen dem Boden und seinem Fahrzeug sowie auch in seinem Fahrzeug selbst eingeklemmt. Er erlag noch vor Eintreffen der Rettungskräfte seinen schweren Verletzungen.

Gegen 2:25 Uhr löste die Leitstelle nach einem Notruf Alarm für die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler sowie den Rettungsdienst und die Polizei aus. Als die ersten Rettungskräfte an der Unfallstelle eintrafen konnten sie nur noch den Tod des im Ford Focus eingeklemmten Fahrers feststellen. Daraufhin lief eine aufwändige Bergungsaktion an, um den toten Fahrer aus seinem Fahrzeug zu befreien. Mit Hilfe der Neunkircher Drehleiter wurde der auf dem Dach liegende PKW angehoben und abgesichert. „Die Drehleiter ist nicht nur ein Rettungsgerät um Menschen aus hohen Gebäuden zu retten oder Brände von oben herab zu bekämpfen, mit ihr können im begrenzten Umfang auch Lasten in der Größenordnung eines Autos angehoben werden“, erklärt Christopher Benkert, Pressesprecher der Neunkircher Feuerwehr.

Um unkontrollierte Drehbewegungen des Autos während des Anhebens zu verhindern, wird es von zwei Seiten zusätzlich mit Seilwinden abgesichert. Erst nach dem Anheben können die Feuerwehrleute mit einer hydraulischen Schere den leblosen Körper des Fahrers aus dem Fahrzeug herausschneiden und ihn dem Bestatter übergeben. Der Einsatz gestaltet sich nicht nur als kompliziert und zeitaufwändig, sondern auch als psychisch sehr belastend für die Einsatzkräfte. Noch im laufenden Einsatz wird deshalb auch eine Notfallseelsorgerin hinzugezogen. „Einsätze wie dieser sind selbst für die Feuerwehr nicht alltäglich und stellen für die Helfer nicht nur eine große physische, sondern auch vor eine große psychische Belastung. Nach dem Einsatz müssen alle erst in Ruhe das Erlebte und die teils drastischen Bilder vom Einsatzort verarbeiten“, weiß Benkert aus eigener Erfahrung zu berichten.

Nach rund drei Stunden, gegen 5:30 Uhr kann die Feuerwehr ihren schweren Bergungseinsatz beenden und wieder Einrücken. Für die komplette Dauer des Einsatzes musste die Fernstraße im Unfallabschnitt weiträumig gesperrt werden. Im Einsatz befanden sich rund 30 Feuerwehrleute mit sieben Einsatzfahrzeugen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler sowie zwei Rettungswagen und der Notarzt von Feuerwehr und ASB. Auch Kreisbrandinspekteur Werner Thom suchte die Einsatzstelle auf, um sich über die Geschehnisse zu informieren und zu unterstützen. Die Polizei rückte ebenfalls mit mehreren Streifenwagen an und nahm noch während des Feuerwehreinsatzes Ermittlungen zum Unfallhergang auf.

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