Polizeibeamte reanimieren Autofahrer

Am Freitag, dem 19. August 2016, ging bei hiesiger Dienststelle gegen 10:05 Uhr die Mitteilung über eine bewusstlose Person in einem Fahrzeug ein. Die Person würde mitsamt seinem Fahrzeug auf der Fahrbahn der Rickertstraße stehen und somit den gesamten Verkehr behindern.

Aufgrund der Nähe der Polizeidienststelle zum Geschehensort (ca. 70m) war es den Polizeibeamten der Polizeiinspektion St. Ingbert möglich innerhalb weniger Augenblicke mit mehreren Beamten am Einsatzort zu sein. Vor Ort konnte festgestellt werden, dass sich auf dem Fahrersitz eine männliche Person befand, die augenscheinlich bewusstlos schien. Da die Person auf Klopfen nicht reagierte wurde eine Fensterscheibe des Fahrzeugs eingeschlagen, wodurch die übrigen Türen geöffnet und der Mann aus dem Fahrzeug geborgen werden konnte.

Aufgrund der Tatsache, dass der Mann keine Atmung mehr aufzeigte wurde eine Herz-Lungen-Wiederbelebung durchgeführt. Diese wurde durch die an der Örtlichkeit eintreffenden Kräfte des Rettungswagens und des Notarztes übernommen bzw. weitergeführt.

Neben einigen Verkehrsteilnehmern, die offensichtlich kein Verständnis für den Verkehrsstau bzw. für die polizeilichen Maßnahmen aufbringen konnten, verhielten sich andere wiederrum vorbildlich. So versuchten viele Passanten die Person im Fahrzeug aufzuwecken und boten später ihr Hilfe beim Heraustragen der Person aus dem Fahrzeug an. Eine zufällig anwesende Krankenschwester unterstütze die anwesenden Beamten bei der Reanimation der Person bis die Einsatzkräfte des Rettungswagens und der Notarzt vor Ort waren. Die Person wurde anschließend ins Krankenhaus zwecks weiterer medizinischer Versorgung verbracht.

Es kam zur Vollsperrung der Kaiserstraße bzw. der Rickertstraße und dadurch zu umfangreichen Verkehrsstauungen im Innenstadtgebiet.

Insgesamt befanden sich mehrere Kräfte der Polizei, der Feuerwehr St. Ingbert, sowie eine Notarztwagen-Besetzung und eine Rtw-Besetzung im Einsatz.

Aufgrund des Verhaltens einiger Verkehrsteilnehmer vor Ort möchte die Polizei nochmals auf die Verhaltenshinweise für Verkehrsteilnehmer hinweisen: Gemäß der Straßenverkehrsordnung  sind die Zeichen und Weisungen von Polizeibeamten zu befolgen. Sie gehen allen anderen Anordnungen und sonstigen Regeln vor! Den Rettungsfahrzeugen ist Platz und ein Passieren möglich zu machen. Gaffen statt helfen ist nicht nur rücksichtslos, sondern kann auch beim Behindern der Rettungskräfte sehr teuer werden. Das Bußgeld reicht von 50 bis 5000 Euro. Zudem wird empfohlen regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse zu besuchen.

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