Vier teils lebensbedrohlich Verletzte bei Verkehrsunfall auf B41

Neunkirchen. Am Sonntagmittag, 7. August ereignete sich auf der Bundesstraße B41 bei Neunkirchen, zwischen dem Kreisverkehr Sinnerthal und der Abfahrt Bildstock ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Autos, bei dem drei Personen lebensbedrohlich und eine Person schwer verletzt wurden. Feuerwehr und Rettungsdienst befanden sich für Stunden auf der komplett gesperrten Bundesstraße im Einsatz.

Der Unfall ereignete sich gegen 12:50 Uhr auf dem dreispurig ausgebauten Streckenabschnitt der Bundesstraße kurz vor einem kleinen Parkplatz.

Eine in Richtung Sinnerthal fahrende 81-jährige Frau kollidierte mit ihrer silbernen Mercedes-Benz C-Klasse frontal mit einem ihr auf der Überholspur entgegenkommenden dunklen Ford Fiesta, in welchem außer dem

49 Jahre alten Fahrer auch noch eine 40-jährige Beifahrerin saß. Auf dem Fahrstreifen rechts neben dem Ford Fiesta fuhr eine 61 Jahre alte Frau mit ihrer silbernen Mercedes-Benz C-Klasse Sportcoupé ebenfalls in Richtung Autobahn A8. Durch den Zusammenstoß der C-Klasse mit dem Ford wurde sie nach rechts von der Fahrbahn abgedrängt und prallte in der Böschung mit ihrem Fahrzeug gegen einen Baum. Die Wucht des Zusammenpralls der C-Klasse mit dem Fiesta war so groß, dass sich der Ford überschlug und auf dem Dach liegen blieb. Auch die C-Klasse wurde bei der Kollision schwer beschädigt, so dass unter anderem eines der Vorderräder abriss und mehrere Meter vom Wrack entfernt auf der Fahrbahn liegen blieb. Die Insassen aller drei Autos erlitten schwere Verletzungen, die drei Personen in der C-Klasse und dem Fiesta wurden in den vom Zusammenstoß deformierten Autowracks eingeschlossen und teils lebensbedrohlich verletzt.

Ersthelfer alarmierten die Feuerwehr über den Notruf und versuchten noch vor dem Eintreffen der Hilfskräfte die Verletzten aus den Fahrzeugen zu befreien. Mit lebensbedrohlichen Verletzungen konnten Ersthelfer die 40-jährige Beifahrerin aus dem auf dem Dach liegenden Fiesta herausziehen. Aufgrund der in den Notrufen geschilderten Schwere des Unfalls mit mehreren beteiligten Autos und Eingeklemmten alarmierte die Integrierte Leitstelle Saar in Saarbrücken ein Großaufgebot an Rettungskräften. Die drei Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wellesweiler und Wiebelskirchen der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen rückten um kurz vor 13 Uhr aus um den Verletzten zu helfen sowie mehrere Rettungswagen und Notärzte. Vom Flughafen im luxemburgischen Findel hob einer der Rettungshubschrauber der Luxembourg Air Rescue in Richtung Neunkirchen ab, weil der in Saarbrücken stationierte Rettungshubschrauber Christoph 16 schon anderweitig im Saarland im Einsatz war.

An der Einsatzstelle teilten sich die angerückten Feuerwehrleute auf und bildeten zwei Abschnitte um die beiden noch eingeschlossenen Personen aus ihren Wracks zu befreien. Die Rettung der 81-Jährigen aus ihrer C-Klasse übernahmen die Angehörigen der Löschbezirke Wellesweiler und Wiebelskirchen, während sich der Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt um die Rettung des Mannes aus dem verkehrt herum liegenden Ford Fiesta kümmerte. Die Fahrerin des, in der Böschung zum Stehen gekommenen, C-Klasse Coupés konnte ohne den Einsatz der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit werden. Die beiden Rettungsaktionen an der C-Klasse und dem Fiesta liefen jeweils in enger Absprache zwischen den Feuerwehrleuten und dem Personal des Rettungsdienstes ab, um die Verletzten möglichst schonend zu befreien. Eine besondere Schwierigkeit stellte der instabil auf dem Dach liegende Ford Fiesta dar. „Mit Spezialstützen musste der Kleinwagen abgesichert und für die Rettungsaktion stabilisiert werden, erst danach konnte die Rettung des eingeschlossenen Fahrers begonnen werden“, erklärt Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. Mit hydraulischen Scheren trennen die Feuerwehrleute bei beiden Unfallwracks die Türen heraus, um entsprechend dimensionierte Öffnungen zu schaffen, durch die die Verletzten gerettet werden können. Nach einer medizinischen Versorgung vor Ort wird die schwer verletzte Fahrerin des Mercedes Copués sowie die lebensbedrohlich verletzten Insassen des Fiestas und der C-Klasse mit drei Rettungswagen sowie dem Rettungshubschrauber in umliegende Krankenhäuser zur weiteren Behandlung transportiert. Nach Abschluss der Rettungsaktion bleibt die Bundesstraße

B41 im Bereich der Unfallstelle noch für mehrere Stunden für die Unfallaufnahme gesperrt. Bereits in den Jahren zuvor ereigneten sich auf diesem Abschnitt der Bundesstraße B41 immer wieder teils schwere Verkehrsunfälle. „Bei einem nächtlichen Unfall im April 2015 gab es nur wenige hundert Meter von der heutigen Unfallstelle entfernt acht Verletzte in zwei Fahrzeugen zu beklagen“, erinnert sich Feuerwehrsprecher Benkert an den letzten schweren Unfall auf der B41 in diesem Bereich.

Gegen 15:30 können die letzten Kräfte der Feuerwehr von der Einsatzstelle abrücken, vor Ort verbleibt nur noch die zusammen mit einem Gutachter mit der Unfallaufnahme beschäftigte Polizei. Noch im laufenden Einsatz mussten Teile der eingesetzten Feuerwehrkräfte aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Wiebelskirchen zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage in die Saarbrücker Straße ausrücken. Dieser Alarm entpuppte sich vor Ort als Fehlalarm. Die Feuerwehr Neunkirchen befand sich über mehrere Stunden mit rund 60 Feuerwehrangehörigen mit 14 Einsatzfahrzeugen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wellesweiler und Wiebelskirchen im Einsatz. Der Rettungsdienst rückte mit einem Rettungshubschrauber der Luxembourg Air Rescue, vier Rettungswagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeugen von Feuerwehr, ASB und DRK aus. Mit mehreren Streifenwagen übernahm die Polizei die Absicherung der Unfallstelle und die Unfallaufnahme.

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