Feuerwehr behütet Lagerhalle vor Flächenbrand am ehemaligen Güterbahnhof

Neunkirchen. Bereits zum zweiten Mal binnen weniger Wochen musste die Neunkircher Wehr am Donnerstagabend zum ehemaligen Güterbahnhof in die Pfalzbahnstraße ausrücken. Wie zuvor stand auf dem stillgelegten Gelände eine größere Wiesenfläche und illegal entsorgter Unrat in Brand.

Gegen 18:10 Uhr löste die Integrierte Leitstelle des Saarlandes (ILS) Brandalarm für den Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt aus. Durch einen in der Nachbarschaft wohnenden Feuerwehrkameraden konnte das Feuer rasch lokalisiert und die Lage als kritisch beurteilt werden. Winde entfachten die Flammen, teilweise schlug die Feuersbrunst über 3 Meter in die Höhe. Mit rasender Geschwindigkeit näherten sie sich einer nahegelegenen Lagerhalle, woraufhin die Löschbezirke Wiebelskirchen und Wellesweiler nachgeordert wurden.

Um das verwinkelte und unwegsame Gelände möglichst rasch erreichen zu können, fuhr die Innenstadtwache mit dem geländegängigen Tanklöschfahrzeug über die Pfalzbahnstraße auf das Gelände. Dort konnte das Übergreifen der Flammen auf die Lagerhalle und die Bahnböschung verhindert werden. Weitere Löschfahrzeuge näherten sich über die Geßbachstraße und verhinderten mit einer sogenannten Riegelstellung die Brandausbreitung gänzlich.

In den brennenden Resten eines Müllhaufens fanden die Wehrleute aus Wiebelskirchen eine stark erhitzte Gasflasche. Diese musste zunächst geborgen und anschließend in einem Wasserbad gekühlt werden. Durch das schnelle Eingreifen konnte die Brandausbreitung auf rund 500 Quadratmeter Wiesenfläche begrenzt werden. Ein Übergreifen der Flammen auf die Lagerhalle und sonstige Sachgüter, darunter ein Anhänger, konnte verhindert werden.

Nach rund einer Stunde war der kräftezehrende Einsatz für die rund 60 ehrenamtlichen Rettungskräfte beendet. Verletzt wurde niemand.

Pressesprecher Christopher Benkert weist in diesem Zusammenhang erneut auf die gegenwärtige Wald- und Flächenbrandgefahr hin. Durch den späten und extrem warmen Sommer sind insbesondere die Grasflächen extrem zugewuchert und ausgetrocknet. Oftmals reicht eine weggeworfene Zigarette oder ein zerborstenes Glas um Vegetationsbrände auszulösen. Die Bürger werden zur entsprechenden Vorsicht angehalten. Brände sollten umgehend per Notruf 112 gemeldet werden.

 

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