Schwerer Unfall in Neunkirchen

Neunkirchen. Einen schwer verletzten Mann konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen nach einem Verkehrsunfall im Zufahrtsbereich einer Tankstelle in der Neunkircher Königstraße aus seinem Auto am frühen Mittwochmorgen, 2. November retten. Gegen 5 Uhr am Morgen kollidiert vor der Tankstelle in der Königstraße ein schwarzer 5er BMW mit einem in Luxemburg zugelassenen Peugeot 307 SW. Während der 53 Jahre alte Fahrer des seitlich getroffenen Peugeot Kombis schwere Verletzungen erleidet, bleiben die beiden Insassen der BMW Limousine gänzlich unverletzt.

Um wenige Minuten nach 5 Uhr erfolgt der Alarm durch die Leitstelle für die drei Neunkircher Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt, Wellesweiler und Wiebelskirchen. Parallel von zwei Seiten aus arbeiten die ehrenamtlichen Feuerwehrleute an der Rettung des Verletzten mit hydraulischem Rettungsgerät. Jeder Arbeitsschritt der Feuerwehr läuft in enger Absprache mit der Notärztin und den Rettungsassistenten ab, die den Verletzten medizinisch versorgen. Mit Scheren und Spreizern trennen Feuerwehrmänner die Türen und sogar die B-Säule auf der Fahrerseite hinaus um einen besseren Zugang zum verletzten Mann zu erhalten. Anschließend wird das Dach zur Hälfte abgeschnitten und nach hinten hin weggeklappt, damit der Verletzte achsengerecht aus dem Unfallwrack gerettet werden kann. „Bei einer achsengerechten Rettung wird darauf geachtet die Wirbelsäule des Verletzten so wenig wie möglich zu bewegen und zu belasten, um eine Schädigung der Wirbelsäule zu vermeiden und eine Verschlimmerung der Verletzungen zu verhindern“, erklärt der Neunkircher Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. „Der Patient wird dazu auf einer Spezialtrage, einem sogenannten Spineboard, fixiert. Sie verhindert das sich die Wirbelsäule bewegen kann“, so Benkert weiter.

Durch das weggeklappte Dach kann der verletzte Fahrer nach oben hin vom Fahrersitz weg und aus dem Unfallwrack hinausgehoben werden. Begleitet durch die Notärztin wird der verletzte Mann nach seiner Befreiung mit dem Rettungswagen in ein nahes Krankenhaus eingeliefert. Das letzte Feuerwehrfahrzeug rückt um 6:30 von der Unfallstelle ab, während die Polizei noch zur Unfallaufnahme vor Ort bleibt. Wegen der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Unfallaufnahme muss die Königstraße zwischen der Einmündung Boxbergweg und dem Abzweig Gustav-Regler-Straße bis etwa 7 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt werden. Die Feuerwehr Neunkirchen befand sich mit neun Einsatzfahrzeugen und 45 Feuerwehrangehörigen aus den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt, Wellesweiler und Wiebelskirchen im Einsatz. Von der Rettungswache Neunkirchen aus rückten die Feuerwehr und der ASB mit zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug aus.

PM FF NK

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