Saarbrücken. Einen Monat lang führten Polizeibeamte im Saarland zu Beginn des Schuljahres 2013/2014 Kontrollen im Umfeld von Grundschulen durch. Um den Schulweg der neuen Abc-Schützen so sicher wie möglich zu machen wurden vor allem Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Aber auch Schulbusse und die Sicherung der Kinder im Fahrzeug wurden gezielt überprüft.

 

Nicht die Regel war der Fall einer 41jährigen Frau aus Friedrichsthal, die ihren Sohn mit dem Auto zur Schule brachte, obwohl sie erheblich alkoholisiert war und einen Medikamentencocktail aus sechs unterschiedlichen Medikamenten (Schmerzmittel) im Blut hatte. Nach der Entnahme einer Blutprobe wurde ihr Führerschein einbehalten.

 

Bei Geschwindigkeitskontrollen im Bereich zahlreicher Schulen im gesamten Saarland wurden insgesamt 5.353  Fahrzeuge kontrolliert. 785 Fahrzeugführer waren zu schnell, 722 davon müssen mit einem Verwarnungsgeld rechnen. 63 Fahrzeugführer waren so schnell. dass gegen sie ein Bußgeldverfahren eingeleitet wurde; drei davon werden ihr Fahrzeug für einen Monat stehen lassen müssen..

 

Für die Beamten des Landespolizeipräsidiums erstaunlich ist jedes Jahr erneut die Zahl der Kinder, die im Fahrzeug der Eltern nicht oder nicht richtig gesichert sind. In 57 von 755  kontrollierten Fahrzeugen waren Kinder nicht ordnungsgemäß angeschnallt (7,5 %). Besonders bemerkenswert ist dabei, dass in über 70 Prozent der Fahrzeuge geeignete Kindersitze für den Nachwuchs vorhanden waren, aber nicht genutzt wurden. Dies ist umso erstaunlicher, weil die überwiegende Zahl aller im Straßenverkehr getöteten Kinder Insassen eines Fahrzeuges waren. 175 Eltern waren selbst nicht angeschnallt und gingen so mit schlechtem Beispiel voran.

 

Erfreulich ist in diesem Jahr dagegen die Bilanz bei den Schulbuskontrollen. Bei nur einem von insgesamt 54 Schulbussen, 42 Kleinbussen  und 15 Taxen wurde ein gravierender Sicherheitsmangel festgestellt. In St. Ingbert beförderte ein Schulbus trotz eines Risses quer über die Frontscheibe Schüler zur Schule. Die Fahrt wurde an Ort und Stelle beendet. Sonstige festgestellte Mängel betrafen meist die technische Ausstattung und Kennzeichnung der Busse.

[toggle title=“Hinweis:“]Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Polizei. blaulichtreport-saarland.de ist für den Inhalt nicht verantwortlich.[/toggle]

Bild: Walter J. Arnold/pixelio.de

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