Saarbrücken. Die saarländische Polizei startete am gestrigen Freitagabend (15.11.2013) bis Samstagmorgen (16.11.2013) mit Unterstützung der Bundespolizei eine konzertierte Großaktion gegen Einbrecher. Sie setzt damit die bereits zu Beginn des Jahres begonnene Serie von präventiven und repressiven Schwerpunkteinsätzen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahls fort.

Die Beamten des Landespolizeipräsidiums führten in der Zeit zwischen 18:00 Uhr und 02:00 Uhr im Bereich erkannter Kriminalitätsbrennpunkte gezielte mobile und stationäre Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durch. Hierbei hielten sie insbesondere Ausschau nach verdächtigen Fahrzeugen (Fahrzeuge mit ausländischen od. Kurzzeitkennzeichen) und verdächtigen Personen in Wohngebieten, aber auch im Bereich von Schnellstraßen und Autobahnanbindungen.

Bei den Einbrechergruppen handelt es sich in den meisten Fällen um organisierte Banden aus Osteuropa. Die Täter sind sehr mobil, überregional tätig und verschwinden nach ihren Taten oftmals über die Grenzen.

Um diesen Aspekt zu berücksichtigen, beteiligten sich auch Beamte aus Rheinland-Pfalz sowie der französischen und luxemburgischen Polizei am Einsatz, in dem diese zeitgleich in Grenznähe auf ihrem Hoheitsgebiet analoge Kontrollen durchführten. Zudem wurden die Einsatzkräfte durch Beamte des Gemeinsamen Zentrums der grenzüberschreitenden Polizei- u. Zollzusammenarbeit in Luxemburg (GZ) im Falle grenzüberschreitender Überprüfungen und Anschlussmaßnahmen unterstützt.

Ziel der gemeinsamen Aktion war es, Erkenntnisse über Personen, Strukturen und Reisewege von Tätergruppierungen sowie mögliche Anlaufadressen / Aufenthaltsorte zu erlangen.

Einsatzleiter Kriminaloberrat Stefan Noll: „Unsere operativen Maßnahmen zielten primär auf die Verhinderung weiterer Taten durch Erhöhung des Kontrolldrucks ab. Die Auswertung des Einsatzes steht noch aus. Wir gehen allerdings davon aus, dass die gewonnenen Erkenntnisse ein bestehendes Lage- und Täterbild vertiefen und somit zu neuen Fahndungs- und Ermittlungsansätzen führen“.

Bei der Aktion kontrollierten ca. 280 Polizeibeamte insgesamt 409 Personen und 384 Fahrzeuge.  Weiterhin wurden mehrere Haftbefehle vollstreckt, Drogen aufgefunden sowie Verkehrsdelikte geahndet.

Der Einsatz, dem weitere folgen sollen, ist neben den permanenten Präventions- und Präsenzprojekten (z.B. Sicheres Wohnen) ein weiterer Baustein in einem Netzwerk von Maßnahmen zur Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen.

Dennoch weist die Polizei darauf hin, dass jeder selbst etwas tun kann, um einen Einbruch zu verhindern.  Deshalb ist es wichtig, bei verdächtigen Beobachtungen unter anderem unverzüglich die Polizei zu verständigen.

Weitere Präventionshinweise befinden sich auf der Internetseite (www.polizeiberatung.de) der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes und zusätzlich auf unserer Seite .

Zudem wird die Kriminalpolizeiliche Beratung zum Einbruchschutz vom Landespolizeipräsidium als kostenloser Service angeboten. Kontakt: Tel.:0681/962-3535 od. unter [email protected]

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