Saarbrücken. Nachdem ein 42-jähriger Mann aus Saarbrücken seine Eltern am Donnerstagabend vermisst gemeldet hatte, wurden heute Nachmittag, gegen 15:30 Uhr, (11.04.2014) zwei Leichen im Wohnanwesen des Ehepaares entdeckt. Bei den Verstorbenen handelt es sich mutmaßlich um die zuvor Vermissten. Der 34-jährige Bruder des Anzeigers steht im Verdacht, seine Eltern getötet zu haben.

Am Donnerstagabend, gegen 22:30 Uhr, meldete der 42-Jährige seine 69-jährige Mutter und seinen 70-jährigen Stiefvater bei der Polizeiinspektion Saarbrücken-St. Johann vermisst. Gegenüber den Beamten erklärte er, seinen Stiefvater letztmals am Dienstag, den 08.04.2014, gesehen zu haben. Seitdem sei trotz intensiver Bemühungen kein Kontakt zu seinen Eltern mehr zu Stande gekommen.

Im Rahmen der ersten Ermittlungen durchsuchten Beamte das Wohnanwesen der Eheleute in Saarbrücken. Konkrete Hinweise auf den Verbleib der Vermissten fanden sich dort zunächst nicht. Allerdings entdeckten die Polizisten Blutspuren, die auf ein mögliches Gewaltdelikt hindeuteten.

Ein erster Tatverdacht richtete sich gegen einen 34-jährigen Sohn der Familie, der im gleichen Haus wie seine Eltern wohnt. Er konnte heute Morgen, gegen 01:30 Uhr, im Rahmen der Fahndung in der Nähe des Wohnanwesens vorläufig festgenommen werden.

In seiner Vernehmung durch Beamte des Dezernats für Kapitaldelikte machte dieser zunächst keine Angaben. Gegenüber einer Angehörigen räumte er jedoch schließlich ein, seine Eltern im Streit getötet zu haben. Anschließend nannte er den Ermittlern den Ablageort der Leichen im Keller des Hauses.

Die Leichen wurden in der Folge in einem Kellerraum entdeckt, dessen Zugang durch einen Schrank verstellt und nicht zu erkennen war. Die in Plastikplanen verpackten Leichen wurden zur Obduktion in die Rechtsmedizin nach Homburg verbracht.

Der Tatverdächtige wird noch heute dem Haftrichter vorgeführt.

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