Dramatischer Einsatz für die Feuerwehr in Neunkirchen im Saarland am Dienstagabend. Um 23:17 Uhr wurde die Feuerwehr mit einem Großaufgebot zu einem brennenden Wohn- und Geschäftshaus alarmiert. Mehrere Notrufe und Berichte über ein brennendes Treppenhaus sorgten bei den Rettern bereits für böse Vorahnungen. Bei Eintreffen standen im ersten und zweiten Obergeschoss des Gebäudes mehrere Menschen an den Fenstern und schrien um Hilfe. Andere Bewohner hatten sich in ihrer Not auf der Rückseite des Hauses auf das Dach geflüchtet. Aus einigen der Fenster schlugen bereits meterhohe Flammen in den Nachthimmel.

Unverzüglich wurden mehrere Trupps zur Menschenrettung eingesetzt. Sowohl über das Treppenhaus als auch mit tragbaren Leitern sowie über zwei Drehleitern wurden die Bewohner in Sicherheit gebracht. Die Brandbekämpfung hingegen gestaltete sich schwierig. Die Flammen hatten sich bereits massiv ausgebreitet, Deckenteile und das Treppenhaus stürzten teilweise ein. So musste der Innenangriff zunächst wieder abgebrochen werden.

Von außen versuchten die rund 120 Einsatzkräfte ein Übergreifen auf die umliegenden Gebäude zu verhindern. Über die Drehleitern wurde die Dachhaut geöffnet, um besser an die Glutnester heranzukommen. Während der Löscharbeiten wurde die völlig verkohlte Leiche eines Bewohners im Dachbereich gefunden. Da aber das Gebäude aufgrund massiver Einsturzgefahr noch nicht betreten worden konnte, gibt es hierzu bisher keine offizielle Bestätigung. Fachkräfte des Technischen Hilfswerkes überwachen die Stabilität des Gebäudes. Die Identität der verstorbenen Person sowie die Brandursache sind noch unklar.

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