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Neunkirchen. In der Neunkircher Innenstadt zerstörte am Mittwochnachmittag, 27. März ein Feuer eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Wellesweilerstraße und machte sie unbewohnbar. Verletzt wurde durch das Feuer, welches die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen schnell unter Kontrolle hatte, niemand. Bereits vor wenigen Wochen wurde eine andere Wohnung im gleichen Haus durch einen Brand beschädigt.

Eine Passantin bemerkte am Mittwochnachmittag gegen 15:45 Uhr den dichten bräunlichen Brandrauch der aus den Fenstern eines Mehrfamilienhauses an der Ecke Wellesweiler- und Lisztstraße quoll und wählte den Notruf. Durch Klingeln und Klopfen machte sie noch im Haus befindliche Bewohner auf den Brand aufmerksam und ermöglichte ihnen die Flucht ins Freie. Derweil rückten die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen mit mehreren Löschfahrzeugen und der Drehleiter in die Wellesweilerstraße aus. Ein mit Atemschutzgeräten ausgestatteter Feuerwehrtrupp ging umgehend in die brennende Wohnung vor. Der anfängliche Verdacht, dass sich noch eine Person in der Brandwohnung selbst aufhielt bestätigte sich zum Glück nicht. Das Feuer in der Erdgeschosswohnung konnten die Feuerwehrleute schnell unter Kontrolle bringen und löschen. Halb verbrannte Möbelstücke aus der Wohnung mussten zum gezielten Ablöschen durch die Fenster auf den Gehweg vor dem Haus gebracht werden. Durch den zeitnahen Einsatz eines speziellen feuerfesten Rauchschutzvorhangs in der Abschlusstür der Brandwohnung und die Überdruckbelüftung des Treppenhauses mit einem Feuerwehrventilator konnte das weitere Eindringen von Brandrauch in den Rest des Hauses verhindert werden. Nur die Wohnung in der das Feuer ausbrach wurde durch die Brand- und Rauchschäden unbewohnbar. Alle anderen Hausbewohner konnten nach dem Ende des Feuerwehreinsatzes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

„Es ist ein seltener Zufall das wir binnen weniger Wochen gleich zwei Mal zu Bränden im gleichen Haus ausrücken müssen“, erklärt Feuerwehrsprecher Christopher Benkert und verweist auf einen nächtlichen Einsatz am 15. Februar im gleichen Mehrfamilienhaus. „Damals brannte es in einer anderen Wohnung des Hauses, das Feuer war aber bei unserem Eintreffen bereits von selbst erloschen.“ Statt Brandbekämpfung musste die Feuerwehr nur noch eine Nachkontrolle zur Sicherheit durchführen und die betroffene Wohnung mit dem Überdrucklüfter entrauchen.

Der Einsatz am Mittwochnachmittag war im Vergleich dazu deutlich langwieriger und auch aufwändiger. Bis nach 17 Uhr musste die Wellesweilerstraße im Bereich des Einsatzortes komplett für den Verkehr gesperrt werden. Auf der gesperrten Straße ging unter anderem die Drehleiter der Feuerwehr in Stellung. Von ihr aus kontrollierten Feuerwehrangehörige durch gezieltes Ansteuern der Fenster des Hauses, das auch wirklich alle Bewohner das Gebäude verlassen hatten. Erst gegen 17:20 Uhr konnten die letzten Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst die Einsatzstelle verlassen. Neben der Feuerwehr war aufgrund der elf im Haus gemeldeten Bewohner der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen im Einsatz. Vier Rettungs- und Krankentransportwagen sowie ein Notarzt von Feuerwehr und Arbeiter-Samariter-Bund standen in Bereitschaft. Verletzt wurde bei dem Brand aber niemand. Insgesamt 33 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen befanden sich mit neun Fahrzeugen im Einsatz.

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