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Auf Hochtouren liefen den gesamten Montag über die Bergungsarbeiten an dem am Samstag auseinandergebrochenen Schiff im Saarhafen Saarlouis/ Dillingen. Nach dem Unfall am Südkai des Saar-Ports war der sogenannte Leichter, ein motorloses Schwerlastschiff eines Schubverbandes, im Wasser versunken, sodass nur noch Heck und Bug aus dem Wasser ragten.

Rund 1200 Tonnen Grobstaub von Saarstahl, nach Polizeiangaben unter Umweltgesichtspunkten unbedenklich, versanken im Hafenbecken. Der entstandene Schaden soll sich auf eine sechsstellige Summe belaufen.

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Wie SHS-Pressesprecher Dr. Ludwin Vogel vor Ort erklärte, wurde die noch im Leichter befindliche Ladung herausgebaggert. Nach Anhebung des Schiffes sei ein Riss in den beiden Seitenwänden sichtbar geworden, sodass der „Saarsprinter II“, so der Name des Leichters, komplett leer gepumpt werden musste. Dabei entstand allerdings das Problem, dass immer wieder Wasser ins Innere nachließ.

Bei Verladearbeiten war am Wochenende im Saarhafen der Leichter Saar-Sprinter II auseinandergebrochen Links davon der Saar-Sprinter I, das Schubschiff des Verbandes.
Foto: Rolf Ruppenthal/ 30. Maerz 2020

Seit Montagmorgen waren neben den Kräften eines heimischen Kranunternehmens Spezialisten des Technischen Hilfswerks im Einsatz. Mit Pontons konnte das Schiff im Laufe des Vormittags gehoben werden, damit die beiden Risse in der Seitenwand zu geschweißt werden konnten. Zur Stabilisierung wurden zudem Querstreben angebracht.

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Wie ein THW-Sprecher erklärte, war das Technische Hilfswerk mit insgesamt 28 Fachkräften der Ortsverbände Dillingen, Saarlouis, Perl Obermosel, Freisen, Heusweiler, Beckingen und Theley im Einsatz.

Sie kamen aus den Fachgruppen Wasserschaden/ Pumpen, Wassergefahren, Elektroversorgung, Führung und Verpflegung. Aufgrund der aktuellen Corona-Krise war das THW bedacht, so viele Spezialisten wie nötig, aber so wenige Kräfte wie möglich vor Ort aufzubieten. Nach Beendigung der Bergungsarbeiten wurde der Leichter auf dem Wasserweg abtransportiert.

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Auf Hochtouren liefen den gesamten Montag ueber die Bergungsarbeiten an dem am Wochenende im Saarhafen auseinandergebrochenen Leichter. Kraefte des THW hoben das teilweise im Wasser liegende Schiff, schweissten die Risse in der Seitenwand, um danach den „Saar-Sprinter II wegzuschleppen.
Foto: Rolf Ruppenthal/ 30. Maerz 2020

Wie Dr. Ludwin Vogel erklärte, konnte der Hafen bereits am Montag wieder freigegeben werden, da der Havarie Bereich weiträumig umfahren werden konnte. Nach Abschluss der Bergungsarbeiten soll noch überprüft werden, ob die Mindesttiefe im Unfallbereich noch gewährleistet ist. Beschädigungen an der Hafeninfrastruktur seien nicht zu verzeichnen. Als Ursache für den Schiffsunfall wird übrigens eine Überladung des Leichters infolge Unachtsamkeit vermutet. Die Ermittlungen sind allerdings noch im Gange.

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