Saarbrücken. Bereits Anfang der Woche hat es sich angedeutet, jetzt herrscht Gewissheit: Ab Montag gilt bereits ab der fünften Klasse die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in den Klassenräumen.

Auch die saarländischen Lehrkräfte müssen ab dann verpflichtend eine Schutzmaske tragen. Hintergrund sind die steigenden Corona-Infektionszahlen im Saarland.

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Zwar gelten die Schulen nicht als Corona-Hotspots, jedoch müsse sichergestellt werden, dass der reguläre Betrieb weiter aufrecht erhalten kann. Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot betonte in diesem Zusammengang die negativen Folgen von Schulschließungen hinsichtlich des pädagogischen und sozialen Bereichs.

Gemeinsam mit den gelten Lüftungs- und Abstandsregelungen sei die erweitere Maskenpflicht ein geeignetes Mittel zur Vorbeugung von Corona-Infektinen.

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Eine Rückkehr zum Hybridunterricht aus Homeschooling und Präsenzunterricht im Wechsel wurde hingegen von der Bildungsministerin weiterhin abgelehnt. Diese zusätzliche Belastung für die saarländischen Lehrer und Lehrerinnen sei derzeit personell nicht leistbar.

Bereits jetzt ist die Personalsituation an den Schulen im Land angespannt. Derzeit seien rund 350 Lehrkräfte bereits von Quarantäneregelungen betroffen, etwa genauso viele fallen wegen anderer Atteste für den Unterricht weg.

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Man wolle aber die Quarantäneregelung für Lehrkräfte in Absprache mit den jeweiligen Gesundheitsämtern lockern, um so die Personalsituation etwas zu entspannen. Durch die Umwidmung von Anrechnungsstellen sollen jedoch bald 100 Lehrstellen saarlandweit frei werden.

Die Ablehnung des Hybridunterrichts durch die Bildungsministerin stößt jedoch beim Saarländischen Lehrerinnen- und Lehrerverband auf Kritik.

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Angesichts der derzeitigen Infektionslage sei es unrealistisch anzunehmen, dass der reguläre Schulbetrieb längerfristig aufrechterhalten werden könne. Der Verband sieht daher die Wiedereinführung des Hybridunterrichts als eine der dringendsten Aufgaben der Ministerin.