Seit mehreren Monaten führt die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Zoll/Polizei des Zollfahndungsamts Frankfurt am Main und des Landespolizeipräsidiums Saarland unter Leitung der Staatsanwaltschaft Saarbrücken, Dezernat für Organisierte Kriminalität, umfangreiche Ermittlungen gegen mehrere im Saarland ansässige, mutmaßliche Drogenhändler.

Die international agierende albanisch-italienische Tätergruppierung steht im Verdacht wegen banden- und gewerbsmäßigen Handeltreibens mit Kokain und Marihuana in nicht geringer Menge sowie in Zusammenhang mit mehreren Verstößen gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz.

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Bereits im Juni 2020 und August 2020 konnte die GER Saarbrücken insgesamt vier Kilogramm Kokain, teils mit einem sehr hohen Reinheitsgehalt (Straßenverkaufswert mindestens 480.000 Euro), sowie ca. 110.000 Euro Bargeld aus Rauschgiftgeschäften sicherstellen.

Am 28. Oktober 2020 erfolgte in Wadgassen und Großrosseln unter Einsatz saarländischer Spezialeinheiten der Zugriff auf die im Saarland ansässigen, hauptverantwortlichen Köpfe der Gruppierung.

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Dabei wurden zwei Haftbefehle des Amtsgerichts Saarbrücken gegen einen 52jährigen italienischen und einen 39jährigen albanischen Staatsangehörigen vollstreckt.

Für einen weiteren albanischen Staatsangehörigen, der sich illegal in Deutschland aufhält, wurde nach dessen vorläufiger Festnahme seitens der Staatsanwaltschaft Saarbrücken ein Antrag auf Erlass eines Haftbefehls beim Amtsgericht Saarbrücken gestellt.

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Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurden u.a. acht Mobiltelefone, 22.000 Euro Bargeld, Kleinmengen Marihuana und Kokain, diverse schriftliche Unterlagen sowie drei hochwertige Markenuhren sichergestellt. Zudem konnten weitere Vermögenswerte der Tatverdächtigen gesichert werden.

Die drei hauptverantwortlichen Rauschgifthändler wurden noch am Nachmittag des 28.10.2020 der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken zugeführt. Die Ermittlungen dauern an.

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