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Abschlussklassen zurück in die Schulen – Saar-Lehrer: „Nicht verantwortbar“

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Der Saarländische Lehrerinnen- und Lehrerverband (SLLV) blickt mit Sorge auf die von Bildungsministerin Streichert-Clivot angekündigte geplante Rückkehr der Abiturienten bereits zum 11. Januar in die Schulen. Nach Planungen des Ministeriums sollen dann zum 18.01. auch Schülerinnen und Schüler, die einen Mittleren Bildungsabschluss oder den Hauptschulabschluss anstreben, wieder Präsenzunterricht erhalten.

Wenngleich es aus pädagogischen Gründen nachvollziehbar ist, dass die Abschlussschüler in Präsenz unterrichtet werden sollen, hat der Verband große Bedenken bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Es kann nicht sein, dass Unterricht erfolgt, in dem die vom RKI empfohlenen Regeln nicht eingehalten werden können. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt – gerade auch in Bezug auf die vermutete höhere Ansteckungsgefahr der mutierten Virusvariante – fahrlässig.

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Zudem werden dann ab dem 18. Januar drei komplette Schuljahrgänge in den Gemeinschaftsschulen unterrichtet, welche dann auch gemeinsam im Öffentlichen Nahverkehr unterwegs sein werden.

Der SLLV hält das gerade auch im Hinblick auf die in der Kanzlerschalte vom 05.01. vereinbarten Verschärfungen der Kontaktverbote für nicht verantwortbar.

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Präsenzunterricht kann nach Auffassung des Verbandes nur dann erfolgen, wenn der erforderliche Abstand überall eingehalten werden kann.

„Es bedarf nachvollziehbarer und einheitlicher Regelungen, die sich an klaren Indikatoren orientieren. An jedem Ort, an dem die gleiche Inzidenz auftritt, müssen auch die gleichen Maßnahmen greifen. Alles andere ist den Menschen vor Ort nicht mehr vermittelbar. Dies gilt auch besonders für mögliche Öffnungen oder Schließungen von Schulen. Dies hat die KMK leider versäumtt“, so Lisa Brausch. Des Weiteren müssen alle an Schule Beteiligten schnellstmöglich geimpft werden, damit ein regulärer Schulbetrieb zeitnah wiederhergestellt werden kann.

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