Für 23 Millionen Euro! Saarlouis gönnt sich neues Radverkehrskonzept

Es ist eine Menge, Menge Geld, die dieses Projekt am Ende kostet: Von den Grünen im Koalitionsvertrag verankert, von der schwarzgrünen Mehrheit im Rat beantragt und fraktionsübergreifend vom Saarlouiser Stadtrat beauftragt, liegt es jetzt vor: das Radverkehrskonzept für die Kreisstadt Saarlouis. Am Mittwochabend wurde es vorgestellt und seine Umsetzung einstimmig im Ausschuss für Nachhaltigkeit, Ökologie und Verkehr beschlossen.

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Und so freut sich der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Saarlouiser Stadtrat, Gerald Purucker, über eine 597 Seiten starke Analyse der Radverkehrsituation und über 350 Handlungsempfehlungen eines, wie Purucker es nennt, kompetenten Verkehrsplanungsbüros aus Hannover:

„Das ist ein guter Tag für die neue Mobilität in unserer Stadt. Ein guter Tag für die Sicherheit von RadfahrerInnen und ein guter Tag für die Attraktivität unserer Stadt. Ein guter Tag für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Saarlouis bekommt neben einer modernen Infrastruktur und Fahrradwegen, Fahrradstraßen, Radialrouten von den Stadtteilen ins Zentrum und ganz wichtig: sichere Routen für Schülerinnen und Schüler. Das Konzept ist getragen von Fairness und der Möglichkeit der geleichberechtigten Teilhabe an Verkehr und Mobilität. Im Übrigen für alle Generationen. Wir freuen uns ungemein über den Erfolg dieser Grünen Initiative, der auch mit der Unterstützung des ADFC, des Saarlouiser Radelkollektivs und vieler engagierter BürgerInnen zustande gekommen ist.“

Weiter führt der Grünen-Politiker aus, dass das Ziel nun lautet, die im Konzept formulierten Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen. Der von den Planern anvisierte Umsetzungszeitraum umfasst insgesamt 10 Jahre, der aufgezeigte Kostenrahmen beläuft sich auf ca. 23 Millionen Euro. Zur Finanzierung soll auf Bundesmittel zugegriffen werden aber auch städtischerseits sollen erhebliche Beiträge geleistet werden. Über die im städtischen Haushalt verfügbaren Mittel von 20% des Tiefbauetats wird der Stadtrat, wie im Ausschuss beschlossen, zusätzlich jährlich eine Million Euro ab 2023 bereitstellen.

Aufgabe von Rat und Verwaltung ist es nun eine Priorisierung der Maßnahmen vorzunehmen und sie so schnell wie möglich umzusetzen. Dabei soll darauf geachtet werden, dass die einzelnen Maßnahmen sich in weitere bedeutende, von der Koalition entwickelte, verkehrs- und klimapolitische Projekte einfügen: Dem Mobilitätskonzept Innerer Ring (Peripherique) und dem Ideenwettbewerb Großer Markt. Darüber hinaus wird das Saarlouiser Konzept kompatibel mit den Bestrebungen sein, ein regionals und landesweites Fahrradwegekonzept zu erstellen.“

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