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Lange Haftstrafen für brutalen „Gangsternachwuchs“ von Saarlouis

Saarbrücken/Saarlouis – Das Jugendschöffengericht in Saarbrücken hat gestern, am 11. Mai 2023, vier Jugendliche und junge Erwachsene zu mehrjährigen Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt. Die Angeklagten mussten sich wegen eines brutalen Raubüberfalls auf einen jungen Mann im Oktober 2022 im Wohngebiet „Vogelsang“ in Saarlouis verantworten.

Die damals 17-jährige Haupttäterin, die bereits zuvor wegen Straftaten in Erscheinung getreten war, wurde im Zuge der ersten Ermittlungen in Untersuchungshaft genommen (wir berichteten hier von dem Fall). Sie wurde nun zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und acht Monaten verurteilt.

Der 16-jährige Hauptkomplize, der ebenfalls im November 2022 in Untersuchungshaft kam, musste sich nicht nur wegen der Beteiligung am Raubüberfall, sondern auch wegen eines Angriffs auf einen Polizeibeamten verantworten. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten gegen ihn.

Zwei 18-jährige Mittäter, die ebenfalls am Raub beteiligt waren, stellten sich nach einer öffentlichen Fahndung der Polizei (siehe Pressemitteilung vom 20. Dezember 2022). Sie wurden vom Gericht zu jeweils zwei Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.

Das Opfer des Überfalls erlitt bei dem Raubüberfall schwere Verletzungen. Mit den harten Urteilen demonstriert das Gericht die Ernsthaftigkeit, mit der es solche Gewalttaten verfolgt und bestraft. Die Verurteilten haben die Möglichkeit, gegen das Urteil in Berufung zu gehen. Ob sie von diesem Recht Gebrauch machen werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

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