Vom Mähdrescher erwischt – Rehkitz in Merzig füchterlich verstümmelt

Merzig – Eine Passantin machte heute Morgen auf einem Feld bei Merzig eine herzzerreissende und zugleich schockierende Entdeckung. Im Feld lag ein Rehkitz. Tierbaby war entsetzlich verstümmelt. Es ist wohl einem Mähdrescher zum Opfer gefallen, als es sich im hohen Gras verstecken wollte. Es hatte keine Chance. Der Mähdrescher hat das Rehjunge regelrecht zerfetzt.

Die bevorstehende Mähsaison bringt zahlreiche Tierkinder in Gefahr, während Experten dringend Maßnahmen zum Schutz der Tiere fordern. Jährlich fallen Tausende von in Wiesen versteckten Rehkitzen, jungen Feldhasen und anderen Wildtieren den Mähmaschinen zum Opfer. Fachreferent bei PETA, Peter Höffken, warnt eindringlich: „Tierkinder haben gegen die scharfen Klingen eines Kreiselmähers keine Chance.“ Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Die Grünen) und die Tierrechtsorganisation PETA appellieren an Landwirte, ihrer gesetzlichen Pflicht nachzukommen und Vorkehrungen zum Schutz der Wildtiere zu treffen.

Mithilfe von Flugdrohnen mit Wärmebildtechnik können Tiere vor dem Mähen lokalisiert werden. Darüber hinaus wird empfohlen, Wiesen von innen nach außen zu mähen und Vergrämungsmethoden wie flatternde Bänder und akustische Signale zu verwenden. Eine spätere Mähzeit, ab Mitte Juli, und höhere Schnitthöhen können ebenfalls helfen, die Tiere zu schützen. PETA hat in der Vergangenheit wiederholt Strafanzeigen gegen Landwirte erstattet, die keine ausreichenden Schutzmaßnahmen getroffen haben.

Im Saarland kümmert sich der Verein „Kitzrettung Saarland e. V.“ aus St. Wendel um präventive Maßnahmen, z. B. mit Hilfe von Flugdrohnen. Die Ehrenamtler bieten ihre Leistungen für Landwirte im Saarland kostenlos an.  Es wird jedem Landwirt im Saarland daher ans Herz gelegt, sich vor dem Einsatz eines Mähdreschers an den Verein zu wenden. Die Kontaktdaten finden sich hier.

Trotz der Schutzvorschriften des Tierschutz- und Naturschutzgesetzes, werden in Deutschland jährlich rund 100.000 Rehe durch Mähmaschinen schwer verletzt oder getötet. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein und betont, dass Tiere nicht dazu da sind, um in irgendeiner Form ausgebeutet zu werden. Wir haben uns daher entschieden, die Bilder aus Merzig heute Morgen, auch in unverpixelter Form zur Abschreckung zu zeigen. Das Anschauen geschieht dabei auf eigene Verantwortung. Um das unverpixelte Bild zu sehen, bitte auf eines dieser Bilder klicken (es öffnet sich die Originaldatei):

  

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Werbeblock erkannt

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren