Wohnung in Neunkircher City brennt lichterloh – Polizist bei Evakuierung verletzt

Neunkirchen – Am frühen Dienstagmorgen brach ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Wilhelmstraße aus, wodurch das Gebäude vorerst unbewohnbar wurde. Das Feuer entstand in einer Wohnung im zweiten Obergeschoss und richtete erheblichen Schaden an. Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen konnte jedoch ein Übergreifen der Flammen auf andere Teile des Hauses verhindern. Während alle zehn Hausbewohner unverletzt blieben, erlitt ein Polizeibeamter bei der Evakuierung des Gebäudes leichte Verletzungen.

Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen erhielt am Dienstagmorgen gegen 4:30 Uhr einen dramatischen Notruf. Ihnen wurde nicht nur ein Brand in einem Mehrparteienhaus in der Wilhelmstraße gemeldet, sondern auch, dass sich noch Menschen im Gebäude befanden. Als die ersten Feuerwehrfahrzeuge kurz darauf eintrafen, quoll dichter Rauch hinter den Rollläden einer Wohnung im zweiten Obergeschoss hervor – der Brand bestätigte sich.

Glücklicherweise hatten sich alle zehn Bewohner bereits aus dem Mehrfamilienhaus in Sicherheit gebracht und blieben unverletzt. Die Polizei, die vor der Feuerwehr am Einsatzort eintraf, hatte ihnen dabei geholfen. Doch auch der mutige Einsatz forderte seinen Tribut, ein Polizeibeamter verletzte sich leicht und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Unter Atemschutz durchsuchten mehrere Feuerwehrtrupps das Haus erneut, um nach eventuell zurückgebliebenen Personen zu suchen, und bereiteten einen Löschangriff vor. Die Flammen hatten jedoch bereits die Fenster und Rollläden durchbrochen und schlugen ins Morgengrauen hinaus. Doch bald darauf wich das helle Flammenmeer einem immer dichter werdenden Rauch, was auf den erfolgreichen Löscheinsatz der Feuerwehr hinwies.

Die mutigen Einsatzkräfte brachten den Brand schnell unter Kontrolle und löschten ihn wenig später vollständig. Dank ihres beherzten Eingreifens konnte eine Ausbreitung der Flammen verhindert werden. Die Wohnung im zweiten Obergeschoss wurde jedoch schwer beschädigt und der Brandrauch machte das restliche Mehrfamilienhaus vorerst unbewohnbar.

Die geretteten Hausbewohner wurden vorübergehend in einem Linienbus der Neunkircher Verkehrsgesellschaft (NVG) untergebracht, der an der Einsatzstelle bereitstand. Acht von ihnen wurden anschließend in eine von der Stadtverwaltung organisierte Notunterkunft gebracht. Das Großaufgebot des Rettungsdienstes mit mehreren Rettungswagen, Notarzt und Führungskräften kam letztendlich nicht zum Einsatz, da alle Personen unverletzt waren. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr Neunkirchen-Innenstadt, Wiebelskirchen und Wellesweiler, des Rettungsdienstes und der Polizei in der Wilhelmstraße im Einsatz. Oberbürgermeister Jörg Aumann besuchte die Einsatzstelle noch am Morgen, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Gegen 6:30 Uhr konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden und übergab die Einsatzstelle der Polizei, die nun die Brandursache ermittelt.

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