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Kind geschockt: 12-Jähriger Opfer von Erpressung auf TikTok und WhatsApp

Ludwigshafen – Im Zeitalter der Digitalisierung sind auch die Jüngsten in unserer Gesellschaft den Gefahren des Internets ausgesetzt. Ein besonders beunruhigender Fall trat am vergangenen Wochenende zu Tage: Ein 12-jähriges Kind wurde Ziel einer Online-Erpressung nach dem Eingehen auf ein vermeintliches Gewinnspiel auf der populären Plattform TikTok.

Aussicht auf Gewinn eines iPhones machte Kind gefügig

Der Junge erhielt eine Nachricht, die ihm suggerierte, ein iPhone gewonnen zu haben. In seiner Begeisterung gab der 12-Jährige seine persönlichen Daten preis, um den vermeintlichen Gewinn entgegenzunehmen. Das brachte ihn in eine äußerst gefährliche Lage. Unbekannte Täter kontaktierten ihn kurz darauf via WhatsApp und nötigten ihn, Bilder von sich anzufertigen. Diese Aufnahmen dienten in der Folge als Druckmittel für Erpressung. Der oder die Täter forderten den Kauf einer Online-Bezahlkarte im Wert von 20 Euro, um die Verbreitung der Aufnahmen zu verhindern.

Glücklicherweise entschied sich der 12-Jährige, sich seiner Mutter anzuvertrauen und der Forderung der Erpresser nicht nachzukommen. Dieser Vorfall verdeutlicht jedoch die enorme Wichtigkeit, Kinder für die Gefahren des Internets zu sensibilisieren.

Empfehlungen für Eltern

Eltern sollten ihre Kinder bei den ersten Schritten im Internet begleiten und für potenzielle Gefahren sensibilisieren. Ein kindgerechter Browser, der den Zugang zu unbedenklichen Seiten ermöglicht, kann ein nützliches Werkzeug sein. Zudem ist es ratsam, die Privatsphäre-Einstellungen sowie den Umgang mit persönlichen Daten regelmäßig mit dem Kind zu überprüfen.

Es ist auch von Bedeutung, auf dem Laufenden zu bleiben, welche Plattformen und Medien das Kind nutzt und entsprechende Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Betriebs- und Virenschutzsysteme sollten immer auf dem neuesten Stand sein, um mögliche Bedrohungen durch Malware oder andere Schadsoftware abzuwehren. Malware ist u. a. in der Lage eine Webcam automatisiert zu starten und mitzuschneiden.

Dieser bedauerliche Vorfall ist ein Weckruf für alle Eltern, die Online-Sicherheit ihrer Kinder ernst zu nehmen und präventive Maßnahmen zu ergreifen. Nur durch gemeinsame Anstrengungen können wir sicherstellen, dass unsere Kinder im digitalen Zeitalter geschützt aufwachsen.

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